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Eilenburg Jesewitzer Grundschüler zu Gast in Kobylin
Region Eilenburg Jesewitzer Grundschüler zu Gast in Kobylin
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13:00 14.06.2018
Der Bürgermeister von Kobylin empfing die Jesewitzer Schüler und ihre polnischen Gastgeber. Quelle: privat
Jesewitz

Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen. Dieses Sprichwort hat sich in dieser Woche an der Jesewitzer Grundschule wieder einmal bestätigt, nachdem 15 Schüler und 2 Lehrer von ihrer viertägigen Reise nach Polen zurückkehrten. Im Rahmen der Schulpartnerschaft zwischen der Grundschule der Stadt Kobylin und der Jesewitzer Bildungseinrichtung waren sie zum Gegenbesuch im Nachbarland. Bereits im April weilten Kinder und Lehrer aus Kobylin in Nordsachsen.

Langjährige Partnerschaft

„Im Jahr 2002 wurde der Kooperationsvertrag zwischen beiden Schulen geschlossen und im Jahr darauf gab es den ersten Schüleraustausch“, erklärt Grundschulrektorin Kerstin Bröse, die selbst mitreiste. Zum Austausch kam es auf Wunsch der Polen, als eine Gruppe Vertriebener aus der Region Nordsachsen in Kobylin weilte. Da an ihrer Schule Deutsch unterrichtet wird, wollten sie eine solche Partnerschaft initiieren. Unterstützt wird die Kooperation auch durch das Deutsch-Polnische-Jugendwerk und das Landesamt für Schule und Bildung des Freistaates sowie die Gemeinde Jesewitz. Sie alle ermöglichen mit ihrer finanzieller Unterstützung den jährlichen Austausch nun schon im 16. Jahr. „Im vergangenen Jahr haben wir uns mit unserer Kooperation am Wettbewerb um den Sächsischen Schulpreis beworben und kamen in die engere Wahl. Leider siegte dann aber eine andere Schule“, blickt Kerstin Bröse zurück.

Auf Zwergenspuren

Noch frisch sind die Erlebnisse bei den teilnehmenden Viertklässlern und den mitgereisten Lehrern vom Besuch in Polen. Auf ihrem Besuchsprogramm standen ein Grillabend am Ankunftstag. Tags darauf standen eine Stippvisite in einem Piratenland, einer Art Erlebnispark, mit Schutzsuche sowie ein Schwimmhallenbesuch auf dem Programm. Nach Wroclaw, dem früheren Breslau, wurde am Folgetag gereist. Begeistert waren die Kinder hier vor allem von der Kinderstadtführung. Wie in Eilenburg sind in Wroclaw Zwerge das Stadtmaskottchen und so konnten sie die polnische Stadt auf deren Spuren erkunden. Gemeinsam wurde aber auch Sport getrieben und der Bürgermeister von Kobylin empfing die deutschen Gäste. Während des Aufenthaltes in Polen wohnten die Kinder in Gastfamilien. „Es ist erstaunlich, wie sich alle mit einigen Brocken Deutsch sowie mit Händen und Füßen verständigen konnten“, zeigte sich die Schulleiterin beeindruckt.

Während der Stippvisite in Polen wurde zwischen den Schulleitern die Fortsetzung des Austausches 2019 bekräftigt, auch wenn die Besuchstermine noch nicht feststehen. Kerstin Bröse hofft, dass dann vielleicht ein paar Kinder mehr mit in das Nachbarland reisen. Denn: In diesem Jahr waren nicht alle Plätze belegt. „Dabei liegt auf Grund der finanziellen Unterstützung unseres Schulprojektes der Eigenanteil der Eltern pro Kind bei 30 Euro.“

Von Bärbel Schumann

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