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Eilenburg Jesewitzer Schule bekommt Feuertüren
Region Eilenburg Jesewitzer Schule bekommt Feuertüren
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00:47 25.07.2015
Die alten Türen sind schon draußen. Marian Jandro von der Firma Günther Fensterideen zeigt Ralf Tauchnitz (rechts), wie die neuen Rahmen eingesetzt werden. Quelle: Heike Liesaus
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Jesewitz

Dort, wo sonst 120 Schüler Unterricht haben, sind jetzt die Bauleute zugange. Es hat sich einiges getan in den ersten Ferientagen: In die Öffnungen, die vom Treppenhaus zu den Gängen auf den beiden Etagen abgehen, sind Rahmen aus Ziegelsteinen gesetzt. "Dort kommen Brandschutztüren rein", erklärt Bürgermeister Ralf Tauchnitz (WV). Diese werden normalerweise offenstehen und nur im Brandfall automatisch schließen. Damit könnten Rauch und Feuer, die durchs Treppenhaus ziehen, aufgehalten werden. Kinder und Lehrer hätten im Falle des Falles mehr Zeit, die Feuertreppe am Ende des Flurs zu erreichen.

Die Gemeinde investierte in den vergangenen Jahren immer wieder in den Jesewitzer Kinder-Campus, zu dem auch das Schulhaus gehört. Vor drei Jahren wurde auch dieser zweite Fluchtweg außen gemeinsam mit der neuen wärmegedämmten Fassade installiert. Auch für 2015 waren weitere Arbeiten am Schulhaus vorgesehen: Räume und Gänge sollten gemalert, alte Fußböden und die Eingangstür ausgetauscht werden. Nun müssen außerdem die Türen zu den Klassenzimmern raus, zeigt Tauchnitz. Sie waren zwar nicht so alt, doch auch sie genügen den Brandschutzanforderungen nicht mehr. Ebenfalls bestellt seien verschließbare Schränke, in denen die Kinder ihre Utensilien unterbringen können. Bisher gab es Regale. Auch sie dürfen nicht mehr im Flur stehen. Alles in allem kostet 144000 Euro. Der größte Teil davon geht in den Brandschutz.

Mehr als 50 Jahre steht das Jesewitzer Schulhaus. Gebrannt hat es dort zum Glück noch nicht. Doch das "Aber-wenn's-doch-passiert"-Argument zieht. Auch der Bürgermeister will nicht den Kopf hinhalten. Falls jemand zu Schaden kommt, dürfen keine sicherheitstechnischen Versäumnissen vorliegen. "Aber den letzten Rest an Sicherheit gibt es letztlich nirgendwo", hat er Bedenken. An vielen Schulen mussten in den vergangenen Jahren erhöhte Brandschutzauflagen umgesetzt werden, mussten die Kommunen hohe Beträge investieren. Das aufgewendete Geld hätte Kindern im Alltag besser zu Gute kommen können, überlegt Tauchnitz. Aber auch für einen Teil der Elektro-Installation ist eine Erneuerung nötig. Das kommt nun im nächsten Jahr dran.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.07.2015
Von Heike Liesaus

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