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Jesewitzer Wolf ist offenbar ein Durchzügler

Jesewitzer Wolf ist offenbar ein Durchzügler

Zwei Wochen ist es her, dass sich die Spur des Wolfs auf Jesewitzer Flur fand. Der Gordemitzer Eberhard Haacke, Landwirt und Jäger, hatte ein gerissenes Reh an der Wirtschaftsstraße am Schwarzen Berg, also an der Grenze zur Nachbarstadt Taucha, gefunden.

Jesewitz. Den allerletzten Rest an Gewissheit, ob Isegrimm tatsächlich in die Region zurückgekehrt ist, gibt es nicht. "Wenn es sich bei einem gerissenen Tier um ein Wildtier handelt, werden keine weiteren Untersuchungen angestellt", erläutert Rayk Bergner, Pressesprecher des Landratsamtes Nordsachsen, das Prozedere. Nur bei Nutztieren sei das wegen möglicher Entschädigungszahlungen anders. Es bleibt also seitens der Behörde dabei, dass mit "großer Wahrscheinlichkeit" von einem Wolf auszugehen ist. Beim Gordemitzer Landwirt steht das dagegen zu 99 Prozent fest: "Es war erstmal meine persönliche Einschätzung." Und diese habe ihm dann ein Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde bestätigt. Zudem wachse die Wolfspopulation, jedes Rudel beanspruche ein Revier. Also müsse sich auch das Verbreitungsgebiet ausdehnen. Angst vorm Wolf habe er jedenfalls nicht. "Er ist eher mit Respekt zu behandeln. Die Richtlinien sind klar, er ist entsprechend zu akzeptieren." Um den Wildbestand sorge er sich ebenfalls nicht. "Ich sehe das eher als Durchzug. Wenn die Felder abgeerntet sind, ist die Deckung nicht mehr gegeben. Wald ist auch nicht da. Das sind nicht gerade optimale Voraussetzungen für eine dauerhafte Ansiedlung", so seine Einschätzung. Besorgte Anfragen aus der Region seien im Landratsamt nicht eingegangen. Es habe sich herumgesprochen, dass der "böse Wolf" ein Märchen ist. "Wölfe verhalten sich wie Wildtiere, sie sind scheu, weichen dem Menschen aus und sind nachtaktiv", so Bergner. Die Tierhalter seien sensibilisiert. Entschädigungen gibt es nur bei entsprechender Sicherung. Doch auch Schafe würden ja üblicherweise in der Nacht nicht einfach auf der Weide gelassen, sondern in Pferchen geschützt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.07.2015
lis

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