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Jesewitzer stellen sichgegen A 38-Wald

Jesewitzer stellen sichgegen A 38-Wald

Mehr Wald in Jesewitz? Zum Ausgleich für den Neubau der Autobahn 72 zwischen Rötha und der A 38 sollen Flächen bei Pehritzsch aufgeforstet werden. Das löste in der Gemeinderatssitzung keine Freude, sondern Kritik aus, als die Räte eine Stellungnahme für eine Genehmigung zur Erstaufforstung abzugeben hatten.

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Einzelne Flächen auf dem Feld bei Pehritzsch zwischen dem Ploddaer Weg und dem Weg parallel dazu sollen aufgeforstet werden. Quelle: Google Maps

Quelle: Google Maps

Jesewitz. Die Gründe: Die ausgewählten Flächen be- und zerschneiden landwirtschaftliche Nutzfläche und nehmen ausgerechnet wertvolle Böden in Anspruch.

"Wohin kann man sich wenden? Es gibt so viele Flächen in Jesewitz. Ausgerechnet der beste Boden ist dafür vorgesehen. Und dann wird noch mal da und dort ein Stückchen beansprucht. Was sagt eigentlich das Landwirtschaftsamt dazu?", empörte sich Gemeinderat Wilfried Radig (FW). Ausgewählten Flächen werde der Eigentümer doch erst ans Land verkaufen, wenn alles geklärt sei, hieß es. "Wir waren dort und haben auch andere Flächen angeboten. Die haben überhaupt nicht reagiert", berichtete Günter Kroke (FW), der in der Agrargenossenschaft arbeitet. Dem Betrieb werden damit weitere gepachtete Flächen entzogen.

Der Gemeinderat sprach sich einstimmig gegen die Genehmigung aus, und zwar mit den Argumenten, die bereits in Sachen Planfeststellungsverfahren vor knapp zwei Jahren ins Spiel gebracht worden waren: "Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sollen in einem engen räumlichen Zusammenhang zu der auslösenden Baumaßnahme stehen", hieß es da. Denn deren Zweck sei es, eine Kompensation für den Eingriff in die Natur zu erzielen. Die Ausgleichsflächen liege jedoch mehr als 25 Kilometer von dem geplanten Bau entfernt. Der Leipziger Südraum mit seinen Tagebaufolge-Land-'schaften könne dagegen eher Platz dafür bieten.

Auf Gemeindegebiet dagegen sei im Zuge des Baus der B 87 n ebenfalls zu erwarten, dass umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nötig werden. Für die Landwirtschaft aber führten sowohl Straßenbau als auch Ausgleich zu erheblichen Flächenverlusten.

Zudem wendet sich die Gemeinde dagegen, hochwertige Äcker und Weiden für solche Ersatzmaßnahmen zu nutzen. Stattdessen sollten eher Brachflächen wie ehemalige Industrie- und Gewerbegebiete, Tagebaufolgelandschaften, oder generell nicht oder nur schwer landwirtschaftlich nutzbare Gebiete eingesetzt werden.

Außerdem führt die Stellungnahme auf, dass die Flächen in Groitzsch und in Pehritzsch im Nutzungsplan des Verwaltungsverbandes für die Landwirtschaft ausgewiesen sind. Die fünf Splitter-Wälder würden die Agrarflächen zerschneiden und deren Bewirtschaftung aufwändiger machen.

Die Ausgleichsmaßnahmen sind für den letzten Bauabschnitt der A72 zwischen Chemnitz und Leipzig vorgesehen. Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sind auf insgesamt rund 100 Hektar geplant. Davon bekäme Jesewitz zirka 40 Hektar ab. Genehmigungsbehörde für diese Erstaufforstung ist das Landratsamt Nordsachsen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.03.2013

lis

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