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Joachim Jahns, Erwin Stittmatter und die SS

Joachim Jahns, Erwin Stittmatter und die SS

Die Zahl derer, die im historischen Klassenzimmer des Eilenburger Museums am Sonntagnachmittag wissen wollten, was der Leipziger Verleger und Autor Joachim Jahns zur Diskussion um die Nazi-Vergangenheit des DDR-Schriftstellers Erwin Strittmatter beizusteuern hatte, war überschaubar.

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Joachim Jahns signiert für interessierte Besucherinnen seiner Lesung im Eilenburger Museum Bücher und Broschüren.

Quelle: Wolfgang Hirsch

Eilenburg. Trotzdem weckte das Buch des ehemaligen Geschichtslehrers besonderes Interesse, wie die anschließende lebhafte, sachkundig geführte Diskussion bewies. Worum ging es? Der 100. Geburtstag Strittmatters im August wurde von einigen Literaten zum Anlass genommen, dem Verfasser von „Tinko", „Ole Bienkopp" oder „Der Wundertäter" eine SS-Vergangenheit nachzuweisen. Den Startschuss hatte vor einigen Jahren Werner Liersch mit einem Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gegeben. Joachim Jahns kam mit dem Thema in Berührung, als sein Verlag wegen der gerichtlichen Klage eines ehemaligen SS-Hauptsturmführers aufgrund angeblicher Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte in eine Existenz bedrohende Lage kam. Der Verleger hatte das Buch der 92-jährigen Lisl Urban „Ein ganz gewöhnliches Leben" herausgebracht, in dem auch Einzelheiten über die Vergangenheit dieses SS-Führers berichtet wurden. Jahns war somit gezwungen, seinerseits penibel zu recherchieren, ob die Aussagen seiner Autorin den Tatsachen entsprachen. Dabei stieß er auch auf Spuren, die zu Begebenheiten in Strittmatters Biografie führten. Aus den zutage geförderten Dokumenten ergab sich aber ein anderes Bild, als von Werner Liersch behauptet. Also schrieb Jahns einen Leserbrief an die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, in dem er dessen inhaltliche Fehler auflistete.

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Wolfgang Hirsch

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