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Eilenburg Joey Kellys lockerer Aufgalopp beim Eilenburger Mazda-Lauf
Region Eilenburg Joey Kellys lockerer Aufgalopp beim Eilenburger Mazda-Lauf
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15:20 07.03.2016
Mittendrin: Joey Kelly beim Autogramme schreiben. Quelle: Foto: Steffen Brost
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Eilenburg

Er wirkt auf den ersten Blick recht unscheinbar. Mit kurzen Hosen und langem Oberteil spaziert Musiker und Extremsportler Joey Kelly über den Eilenburger Marktplatz. Immer an seiner Seite: Manfred Zschiesche vom VfL Eilenburg. Kelly ist prominenter Gast beim 20. Mazdalauf und wird von Zschiesche betreut. Kelly kam erst in der Nacht aus Bad Tölz, wo er einen seiner Vorträge unter dem Titel „No Limits“ gehalten hatte.

Lange bleibt er in Eilenburg nicht unerkannt. Die ersten Selfie- und Autogrammwünsche erledigt er sofort. Er verteilt jede Menge signierte Kelly-CDs. Später beim VIP-Empfang im Strandcáfe kommen wir mit dem außergewöhnlichen Sportler ins Gespräch. „Ich kenne die Gegend noch ziemlich gut aus meiner Jugend. Da sind wir öfters hier gewesen und haben in Leipzig auf dem Markt mit der ganzen Kelly Family gesungen“, erzählt er.

Der 43-Jährige hat viele eindrucksvolle Läufe erfolgreich ins Ziel gebracht. Bislang absolvierte er mehr als 40 Marathons, über 30 Ultramarathons, neun Wüstenläufe, drei Mal das Radrennen „Race Across America“ von der West- zur Ostküste der USA sowie über 100 Halbmarathons. Bis heute hält er mit acht IronMan Triathlons innerhalb eines Jahres den Rekord. Außerdem durchquerte Kelly in 17 Tagen und 23 Stunden Joey Kelly im September 2010 Deutschland von Wilhelmshaven bis zur Zugspitze. Auf seinem 900 Kilometer langen Fußmarsch ohne Geld ernährte er sich nur von dem, was die Natur ihm gab.

Im Winter 2010/2011 bestritt er mit Fernsehmoderator Markus Lanz im deutschen Team den „Wettlauf zum Südpol“. In zehn Tagen legten sie eine Strecke von 400 Kilometern zurück, bei Temperaturen bis zu minus 40 Grad. 2011 kehrte Kelly nach zehn Jahren zum „Badwaterrun“, einem der härtesten Ultramarathons weltweit, zurück, um seine Laufzeit von
55:08 h über 217 km zu verbessern. Mit 43:22 h gelang ihm dieses Vorhaben.

Alles begann mit einer Wette. 1996 startete er zu seinem ersten Wettkampf. Ein Triathlon. Der Ausdauersport faszinierte ihn. Die Läufe waren schon damals nicht nur Ausgleich zu seiner Arbeit mit der Kelly Family, die in den neunziger Jahren große musikalische Erfolge feierte, sondern lehrten ihn mit absoluter Disziplin, viel Ehrgeiz, zielstrebig seine Ziele zu verfolgen. Ohne große Zeitambitionen ging Kelly in Eilenburg an den Start der zehn Kilometer. „Ich bin nicht in perfekter Form. Muss wieder mehr machen“, sagte der
43-Jährige.

Das Rennen in der Muldestadt war Auftakt für ein weiteres verrücktes Jahr im Leben des Extremläufern. Neben unzähligen Marathons will Kelly in diesem Jahr den Deutschlandlauf über 1000 Kilometer, mehrere 24-Stunden-Läufe und ein Rennen in Australien absolvieren. Anfang 2017 geht es dann an den Nordpol zum Marathon. Mit etwas Glück sind dort nur minus
25 Grad. In Eilenburg war es dagegen an diesem Lauftag angenehm. Das Thermometer zeigte sechs Grad an. Kelly nahm es gelassen und joggte locker nach 47:49 Minuten ins Ziel. Er wurde 163.

Von Steffen Brost

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