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Eilenburg Junge Erwachsene und Asylsuchende pflanzen hunderte Bäume im Wald bei Gräfendorf
Region Eilenburg Junge Erwachsene und Asylsuchende pflanzen hunderte Bäume im Wald bei Gräfendorf
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06:00 06.04.2017
Jugendliche aus dem Freiwilligen ökologischen Jahr und junge Flüchtlinge packen im Revier Gräfendorf mit an: Auf einer mit Ackersteifen vorbereiteten Waldflache unter alten Kiefernbäumen wurden 4050 Roteichen und 1150 Traubeneichen gepflanzt. Quelle: Foto: Andreas Naujoks
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Gräfendorf

Sachsen baut seine Wälder um. Stabile, arten- und strukturreiche, leistungsfähige Mischwälder anstelle von Monokulturen aus Nadelbäumen sollen Klimaänderungen besser trotzen. Um auf dieses Thema hinzuweisen, gibt es in diesem Jahr zum neunten Mal die Sächsischen Waldwochen, die am Wochenende im Forstbezirk Oberlausitz offiziell eröffnet wurden und die auch in Nordsachsen mit zwei Veranstaltungen in diesen Tagen ihren Widerhall finden. Im Forstrevier Neukollm pflanzte Staatssekretär Herbert Wolff gemeinsam mit Waldkönigin Friedericke I. auf einer Exkursion eine Eiche, im Forstbezirk Taura gab es jetzt eine gemeinschaftliche Pflanzaktion mit zwölf jungen Erwachsenen aus dem Freiwilligen ökologischen Jahr der Anerkannten Schulgesellschaft Sachsen mbH (ASG) Nordsachsen und 13 unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden. Diese kommen aus Syrien, Eritrea, Afghanistan und der Elfenbeinküste und leben derzeit in den Wohnheimen Dahlen und Oschatz.

Hunderte Bäume in den Boden gebracht

Mehrere hundert junge Bäume wurden in den Boden gebracht. Diese sollen in den nächsten Jahrzehnten einen standortangepassten und stabilen Mischwald bilden. „Uns ist es immer eine große Freude, mit jungen Menschen zusammenzuarbeiten und bei der Integration von Flüchtlingen zu helfen“, so Saskia Petzold vom Forstbezirk Taura. Bei kühlem Aprilwetter trafen sich Jugendliche und Forstarbeiter im Wald in Gräfendorf bei Mockrehna. Auf einer mit Ackersteifen vorbereiteten Waldfläche unter alten Kiefernbäumen galt es, 4050 Roteichen und 1150 Traubeneichen zu pflanzen. Nach der Begrüßung und Einweisung durch Revierförster Manfred Niedner begannen die Jugendlichen in Zweiergruppen. Jede Gruppe ging dabei nach einem bestimmten System vor: Eine Person erstellte mit Hilfe eines Pflanzgerätes, dem sogenannten Göttinger Fahrradlenker, ein Pflanzloch, die zweite setzte die jungen Bäume ein und verschloss das Erdloch. Mittags gab es noch eine vegane Gemüsesuppe, die in der Schulgesellschaft im Projekt Kochen hergestellt wurde.

Durch die Noitzscher Heide

Am Sonnabend gibt es noch einen zweiten Termin, der vor allem für Freunde des Waldes interessant sein dürfte. Revierleiterin Eva Skudelny führt interessierte Besucher und Gäste am 8. April ab 9 Uhr auf einem rund dreistündigen Rundkurs durch die Noitzscher Heide und geht dabei auf Themen wie Waldpflege und Walderneuerung, Wild und Jagd sowie die Aufgaben der Waldbesitzer ein.Treffpunkt ist die Gaststätte „Rotes Haus“, Brösen 6, in Bad Düben. Der Treffpunkt ist über den ÖPNV erreichbar. Die Strecke ist für Kinderwagen geeignet. Hunde können mitgenommen werden. Eine Voranmeldung ist nicht nötig.

Von Kathrin Kabelitz

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