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Eilenburg Junge Hüpfer sind bei Eilenburger Dirtpark-Crew willkommen
Region Eilenburg Junge Hüpfer sind bei Eilenburger Dirtpark-Crew willkommen
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15:00 11.08.2016
Es müssen nicht gleich so große Sprunge sein, wie sie Andy Petzold auf der Anlage gegenüber der Schwimmhalle zeigt. Quelle: privat
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Eilenburg

Der Eilenburger Dirtpark, die merkwürdige Hügelstrecke gegenüber der Schwimmhalle, ist über die Jahre gewachsen. Aus einer Idee wurden auf dem Gelände des flutgeschädigten Bennewitz-Stadions eine BMX-Strecke. Sahen die mühevoll angehäuften Erdhügel 2007 von weitem noch recht unspektakulär aus, ist heute eine ganze Landschaft entstanden. Allerdings gerade in diesem Jahr mit viel Gras und Kraut. Und da steht manchmal ein einzelnes Mitglied einsam vor dem Versuch, gegen das unerwünschte Grün anzugehen. Denn mittlerweile ist der Stamm der Aktiven in der Abteilung BMX und Mountainbike des SV Lok Eilenburg arg abgeschmolzen. Ein Generationenwechsel vollzieht sich.

Spaß am Sport

„Das macht wirklich viel Spaß“, beteuert Toni Jahre während eines Grünpflege-Einsatzes und meint damit natürlich besonders das Fahren auf der Strecke. Jetzt ist er in der zwölften Klasse und weiß: In den nächsten Monaten braucht er extra viel Zeit für Schule und Abi. „In der zehnten war das noch anders.“ Inzwischen sind viele der Mitstreiter der vergangenen Jahre in der Ausbildung und weg aus ihrer Heimatstadt. Weniger Fahrer, weniger Helfer und damit leidet auch die Attraktivität der Anlage, zeigt der 17-Jährige die Kette der Kausalitäten auf.

Der Weg zur eigenen Anlage

Vielleicht ist auch die Anschaffung eines Fahrrads eine zu große Hürde für Anfänger? „Wir sehen ja viele, die mit BMX-Rädern in der Stadt unterwegs sind“, stellt Daniel Pölkner fest. „Wir suchen also aktive fahrradbegeisterte Jugendliche. Hier gibt es die Möglichkeit, selbst etwas zu gestalten“, wirbt er. Immerhin war’s einst ein großer Schritt, das Areal für die Jugendsportstätte zu bekommen und aufzubauen: „Wir waren immer auf der Straße, auf Treppen“, erinnert Daniel Pölkner. In der Fischeraue hatten sich die Jungs einen Parcours angelegt. Da gab’s mal einen Sturz, sodass die Stadt auf das Treiben aufmerksam wurde und handeln musste. Er wurde plattgeschoben. „Mit dem Dirtpark wurde es legal und offiziell. Es gab ja mehrere Gruppen, die sich dort zusammengeschlossen haben“, erzählt Daniel Pölkner.

Muskeln und Szene-Kontakt

„Man bekommt Muskeln, ist ausdauermäßig besser dran. Außerdem gibt es den Kontakt zu den anderen Gruppen, die uns jeweils einladen. Man lernt die Szene kennen, kommt zuhause raus und wird schön braun“, zählt der 22-Jährige auf, was er an dem Sport so schätzt. Einen gewissen Nachteil sieht er: „Wenige Mädels.“ Aber mitmachen dürfen alle. Und neben dem Frühjahr ist auch der Herbst genau die richtige Jahreszeit fürs BMXen also auch zum Einsteigen. Und ganz so schlimm ist es mit der Arbeit auch nicht, findet Daniel Pölkner. „Den ganzen Tag fahren und höchstens mal eine Stunde bauen.“

Christian Paul im Fahrradladen gegenüber des Dirtparkt ist Ansprechpartner, Telefon 03423/759340. Kontakt auch über die Facebook-Seite Dirtpark Eilenburg - EB-Dirt Crew.

Von Heike Liesaus

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