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Eilenburg Junge Leseakrobaten messen sich in Eilenburg
Region Eilenburg Junge Leseakrobaten messen sich in Eilenburg
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14:14 09.02.2017
Gewonnen haben alle, da war sich die Jury einig. Martin Wille vom Geschwister-Scholl-Gymnasium Taucha (vorn) hat sie allerdings am meisten überzeugt. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

Die Begrüßung von Silke Altmann ist äußerst herzlich: „Egal wer heute eine Runde weiterkommt – ihr habt schon eine ganz große Leistung vollbracht.“ Die Leiterin der Eilenburger Stadtbibliothek blickt in erwartungsvolle Gesichter. Sechs Schüler aus Delitzsch, Eilenburg und Taucha messen sich in ihrer Einrichtung im Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels. Die Sechstklässler haben sich als beste ihrer Schulen für den Regionalausscheid des traditionsreichen Wettstreits qualifiziert, der bundesweit als älteste und größte Leseförderaktion gilt.

Sechstklässler zeigen hohe Lesekunst

„Die Insel der besonderen Kinder“, „Sechste Stunde Dr. Schnarch“, „Letzten Mittwoch habe ich die Zukunft befreit“. So lauten einige der selbst gewählten Buchtitel, die von den jungen Leseakrobaten jeweils in fünf Minuten vorgestellt und auszugsweise zu Gehör gebracht werden. Isabell Sorgenfrei hat sich für den Roman „Gänsehaut“ entschieden. Durch ihren geübten Vortrag lässt sie unter anderem eine Szene mit einer monströsen Gottesanbeterin vor dem inneren Auge der Zuhörer entstehen. Tierisch geht es auch in „Dusty in Gefahr“ zu. Das Werk über einen treuen, mutigen Hund hat Antonia Baum auserkoren.

Was die vier Mädchen und zwei Jungen am Mittwochnachmittag zeigen, ist hohe Lesekunst. Sie spielen mit ihrer Stimme, ändern die Tonlage, ziehen mal eine Silbe in die Länge oder halten kurz die Luft an und pausieren. Das klappt selbst in Runde zwei, in der sie aus einem unbekannten Roman vorlesen sollen. Gekonnt bringen die Schüler einzelne Textstellen aus „Yvan und der Buttermilch-Vampir“ klar und anschaulich zum Ausdruck. Von Nervosität ist da längst keine Spur mehr. „Nur beim ersten Buch war ich aufgeregt“, gesteht Leonie Wagner ein. Kontrahentin Alina Akhavan Astaneh pflichtet ihr bei, während sich Martin Wille und Jonas Schulze relativ entspannt geben.

Prominent besetzte Jury

Obschon sie sich nicht kennen, verstehen sich die jungen Bücherwürmer augenscheinlich sehr gut miteinander. Für besonderen Ansporn unter ihnen sorgt die fünfköpfige Jury. Neben Silke Altmann gehören ihr Kollegin Yvonne Richter, Kristin Hennig vom Buchhaus in Eilenburg, Buchhändler Ingolf Engler aus Delitzsch als Organisator der Veranstaltung sowie Eilenburgs Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) an. Dieser ist auf Einladung der Stadtbibliothek zum ersten Mal dabei.

Als strahlender Sieger geht Martin Wille aus dem Vorlesewettbewerb hervor. Er muss sich damit Anfang April im Bezirksausscheid in Leipzig beweisen. „So weit zu kommen, ist eine große Freude“, sagt der Tauchaer Gymnasiast, der sich im Vorfeld nur mittelmäßige Chancen ausgerechnet habe. Mutter Diana hält fest: „Martin liest einfach gerne. Verständlich, dass ich mich sehr für ihn freue.“

Von Matthias Klöppel

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