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Eilenburg Junge Metal-Musiker rocken das Rinckart-Gymnasium
Region Eilenburg Junge Metal-Musiker rocken das Rinckart-Gymnasium
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00:38 16.07.2015
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Eilenburg

Die Gruppe, die hier probt, hat vier Mitglieder und der Name leitet sich clever von der Abkürzung des Martin-Rinckart-Gymnasiums Eilenburg ab: MRGE. Ausgesprochen: Em Er Ge. Wer's anders schreibt, kommt auf emerge. Das ist Englisch, kann mit auftauchen oder entstehen übersetzt werden.

Phillip Pavlas ist zuständig für Gitarre und Gesang, am Schlagzeug schafft sich Tom Gleichmann, am Bass Thi Nyugen und an der zweiten Gitarre dessen großer Bruder Duy. Vor der musikalischen steht bei jeder Probe die körperliche Arbeit. Verstärker, Boxen und Schlagzeug müssen aufgebaut werden. Im Raum 317 wird sonst ganz normal unterrichtet, er ist mit Tafel und Schulbänken ausgestattet. Die Technik der Band ist in einem Lagerraum untergebracht. Geschafft, alles ist eingestöpselt. Diesmal steht "Walk" von Pantera auf dem Plan. Wer das offizielle Video der amerikanischen Vorbilder anschaut, sieht, dass da auch jede Menge langes Haar geschwenkt wird. Das ist nicht so sehr das Metier der vier. Auf der Bühne geht ihnen der souveräne Sound vor der Show. Das Publikum honoriert's, zum Beispiel beim Auftritt in der Leipziger Villa. "Einen Teil der Faszination macht bestimmt auch aus, dass wir so jung sind", reflektiert Tom gelassen. Heißt: Die ältere Generationen erkennt erstaunt, dass sich 14- bis 19-Jährige mit Punk- und Metal-"Klassik" beschäftigen und reagiert begeistert. Bei Gleichaltrigen trifft das nicht immer auf so viel Verständnis. Zum Auftritt in der Schule hielt es nicht viele vor der Bühne.

Beim Bikertreffen vor wenigen Wochen in Ammelshain indessen wurde MRGE zum Beispiel spontan fürs nächste Mal eingeladen. Beim Hohenprießnitzer Sommerfest wird es nach dem ersten Auftritt im vorigen Jahr diesmal am 1. August eine Neuauflage geben. Bei Toms Jugendweihe mussten sie auf Drängen des Publikums ihr Programm zwei Mal durchspielen.

Nun ist erstmal Sommerpause. Die Proben liefen bisher für die Schüler im Rahmen des Ganztagsangebotes. Als Fachmann in Band-Fragen kommt regelmäßig Torsten Wolf, auch bekannt durchs Band-Projekt Wolf's Vision, vorbei. "Der verbessert vieles", sagen sie. Duy und Phillip haben sich das Gitarrespielen selbst beigebracht. Tom war an der Musikschule. Thi hat sich erst im Rahmen der Band mit dem Bass beschäftigt. Der eine hat einen Vater, der Stones- und ACDC-Fan ist. Der andere hörte mal Billy Talent im Radio und wusste, dass ist die Musik, die er am liebsten machen will. Metallica, Nirvana, Red Hot Chili Peppers, The Raconteurs, Green Day, Deep Purple werden als Vorbilder genannt und die Einflüsse von Rock, Punkrock, Metal. Ein zweistündiges Programm können sie bestreiten. Das geht von "Californication" der Red Hot Chilli Peppers über "Highway To Hell" von AC/DC bis hin zu "Every Day", einer MRGE-Eigenproduktion, deren Entstehen Phillip so beschreibt: "Ich komme mit den Griffen und dem Text. Das spiele ich den anderen vor. Manchmal entwickelt sich daraus ein Lied."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.07.2015
Von Heike Liesaus

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