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Eilenburg Kabarett im Bürgerhaus: Wenn Slips und Socken zu Männersachen werden
Region Eilenburg Kabarett im Bürgerhaus: Wenn Slips und Socken zu Männersachen werden
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00:33 30.07.2015
Ruf mich an! Thomas Störel spaßt gern mit dem Publikum. Die Slip-Nummer ist nur eine von vielen, bei denen sich der Kabarettist den Gästen im Eilenburger Bürgerhaus nähert. Quelle: Anke Herold
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Eilenburg

Folglich mussten die eingefleischte Kabarettfans am Samstagabend mit Manni (Thomas Störel) und dem Soloprogramm "Unbeschwert mit Frau am Herd" allein vorliebnehmen.

Auf der Sonnenterrasse im Bürgerhaus in Eilenburg gab der Komödiant vom Leipziger Sanftwut-Kabarett dieses unerschöpfliche Thema zum Besten. Von Beginn an ließ der Wortkünstler nichts aus, um klar zu machen, welche Vorzüge die Frau am Herd bietet und welche Gefahren lauern. Dabei bediente er sich nicht nur seiner Weisheiten, sondern auch die des Publikums. Interaktiv wälzte er gemeinsam mit ihnen ein Problem nach dem anderen. "Lange zusammen sein geht nur, wenn der Mann taub und die Frau blind ist", weiß der Schnauzbartträger, denn auch er feiert seine Gummihochzeit nach 28 Jahren: "Es zieht sich wie Gummi".

Mit dem Lied Frauenpower leitet er geschickt in die große Politik über und bemitleidet den Mann unserer Kanzlerin: "Ob Joachim manchmal sauer ist? Die zieht ja den ganzen Tag mit anderen Männern um die Häuser." Mit perfekt inszeniertem Jux und Dollerei ging es rasant vorwärts. Auf dem Wäscheplatz ist er der Held. Fachsimpeln mit den Damen im Publikum. Welche Kleidung wie gewaschen wird. Ein Gast weiß: "Socken werden getragen bis sie hart sind und dann weggeschmissen."

Störel nahm die zugeworfenen Spaßbälle auf, wann immer es ging, improvisierte, provozierte und so blieb bis zur Pause nichts unbelacht.

Zeit zur Gesichtsmuskelentspannung. Gunnar und Benita Greulich nutzen die Halbzeit, um zu resümieren: "Wir sind Sanftwut-Fans und lassen uns kein Programm entgehen. Die sind immer nah dran und aktuell am Geschehen." Hans Hoffmann fügt hinzu: "Er lässt die Leute mitmachen, das ist super. Wer in der ersten Reihe sitzt, ist im Programm mit drin."

In der zweiten Spielhälfte bewies der Humorist sein Verwandlungstalent und ließ die Männerherzen als Implantatschönheit und als denglische Erzieherin höher schlagen. Bis zur letzten Sekunde wurde gelacht, weil die Pointen perfekt platziert und immer mit einer überraschenden Wendung gespickt waren. Auch in den zahlreich eingeforderten Zugaben ging der rote Lachfaden bis zum Schluss nicht verloren.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.07.2015
Anke Herold

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