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Eilenburg Karnevalisten ziehen durch Eilenburg
Region Eilenburg Karnevalisten ziehen durch Eilenburg
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18:26 27.02.2017
Närrisch ging es beim Rosenmontagsumzug in Eilenburg zu. Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg

Eilenburg im fröhlichen Ausnahmezustand: Leipziger und Torgauer Straße waren gesperrt. Pünktlich um 14 Uhr stand das Publikum dicht auf den Bürgersteigen, bereit fürs karnevalistische Rosenmontags-Defilee. Vier Schwemsalerinnen waren extra eine halbe Stunde vor dem Start da, um Bestplätze gleich an der City-Kreuzung zu erobern. Deren Ampel blinkte vergeblich im Alltagsmodus vor sich hin. Carola Grandke hatte ihre Mutter sowie deren Freundinnen im besten Renten-Alter nach Eilenburg gebracht und mit Ananas-, Erdbeer- und Zitronenkostümen als Obstteller eingekleidet. Lang mussten alle nicht warten, bevor Fanfaren-Klang und damit die Zug-Spitze hörbar wurde. Gleich darauf rückte Besuch aus der Pleißestadt ins Bild: Das Leipziger Karneval-Maskottchen Löwin Leila grüßte. Michael Holland vom gastgebenden Eilenburger Carneval Club (ECC) stand als Dino auf dem Vereins-Wagen, auf dem sich die Mühle der Zeit drehte. Das Motto der 46. Session der Eilenburger hieß schließlich „Weit vor unserer Zeit“. Da machte auch das Rathaus mit: Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) dirigierte ein ganzes Heinzelmännchen-Volk mit bunten Zipfelmützen bei der „Hochzeit anno 1250“.

Impressionen vom Rosenmontagsumzug in Eilenburg

Doch nanu! Frank Schröder von den Gruna Muldegeistern, die immer in Fetzenkostümen unterwegs sind und extra viel Konfetti unters Volk mischen, hatte seine teuflische Maske abgesetzt. „Damit die Kinder sehen, dass Menschen drunter stecken.“ Vielleicht war ihm auch nur warm: „So gutes Wetter hatten wir noch nie“, sagte Beate Bräuer, die mit Mann und Freunden aus Wurzen angereist war, und eine Kapitänsmütze auf und den Plan fürs Nachprogramm im Kopf hatte: „Dann gehen wir Pfannkuchen essen.“ In etwas martialischeren Kostümen japanischer Comic-Figuren hatten sich Tom-Kevin (27) und Max Philipp-Zürner (21) unters Publikum gemischt. „Ich komme aus Eilenburg und wollte mal gucken, ob das noch so ist wie früher“, erzählte der Ältere, der in Leipzig wohnt und solche Outfits sogar professionell baut. Verkleidet als Korallenriff samt Meeresgrund aus buntem Wischmopp und mit kleinem Fischschwarm auf Drahtgestell in der Hand hatte sich Frank Fraulob aus Geising in die Parade eingereiht. „Ich bin fast jedes Jahr hier, weil ich Verwandte hier habe und das Kostüm noch mal auftragen kann. Bei uns hatten wir diesmal das Motto Südsee.“

Zirka 600 Akteure gingen im Zug mit, den Matthias Gürke, Vorsitzender des Eilenburger Carneval Clubs, vom Stadtwerke-Hubsteiger aus moderierte. „Es ist schon ein bisschen traurig, dass es vorbei ist. Aber auch schön, dass man sich wieder anderen Projekten widmen kann“, sagte er, als er wieder zum Boden schwebte. Denn Rosenmontag ist Schlusspunkt der närrischen Tage in Eilenburg. „Doch: Nach der Session ist vor der Session.“

Von Heike Liesaus und Matthias Klöppel

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