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Eilenburg Kiesabbau Sprotta: Nächste Runde im Planverfahren
Region Eilenburg Kiesabbau Sprotta: Nächste Runde im Planverfahren
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14:50 19.05.2015
Dieser Sonnenuntergang setzt die Kiesförderanlagen zwischen Mörtitz und Sprotta in ein romantisches Licht. Weniger idyllisch wird es nächste Woche beim Erörterungstermin für Einwendungen und Stellungnahmen für die Erweiterungspläne des Baufeldes 3 zugehen. Quelle: Thomas Jentzsch

Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Nur involvierte Behörden, Betroffene sowie Einwender, die eine Stellungnahme zum Verfahren abgegeben haben, werden vorgelassen, beziehungsweise deren Bevollmächtigte. Ob für die Erörterung der Anmerkungen und Einwendungen zum Verfahren zwei Tage benötigt werden, hänge vom zeitlichen Bedarf ab, hieß es vorab in einer vorgeschriebenen öffentlichen Bekanntmachung.

Wie bereits berichtet, beabsichtigt die Firma Niemeyer eine Verdopplung ihres aktuellen Abbaugebietes um eine 100 Hektar große Fläche nördlich der Kreisstraße zwischen Eilenburg und dem Doberschützer Ortsteil Sprotta. Die vom Gemeinderat schon vor Monaten abgesegnete Stellungnahme der Gemeindeverwaltung liegt beim Sächsischen Oberbergamt in Freiberg vor. Am Donnerstagabend hat sich auch der Ortschaftsrat Sprotta noch einmal mit der Thematik befasst. Vor allem, um die drei neuen Mitglieder über Inhalte zu informieren. Die sind im wesentlichen bekannt: Zu den Schwerpunkten gehören befürchtete Lärmbelastungen, der Ausbau von Transportwegen, die Verbesserung der Sicherheit vor allem auf der Sprottaer Landstraße - hier erhofft sich die Gemeinde den Bau eines Radweges -, Sicherheitsfragen im bestehenden und neuen Bergbaugebiet, zusätzliche Messstellen für den zu erwartenden Grundwasserstand sowie Möglichkeiten für die touristische Nachnutzung und vieles mehr. Für das zuletzt Genannte strebt der Ortschaftsrat Sprotta schon seit 1997 in einem Vorkonzept zur Ortsentwicklung die Nachnutzung eines der Restlöcher für Erholungs- und touristische Zwecke an. Darüber hinaus geht es um Vorschläge, wie in der Abbaufolge erreicht werden kann, dass die Arbeiten in Ortsnähe unter 400 Meter, wie aus den Planunterlagen ersichtlich war, mit möglichst geringen Belästigungen für Anwohner realisiert werden können. Denn grundsätzlich, das wurde immer wieder betont, hat die Kommune nichts gegen die Erweiterung des Kiesabbaus.

"Die Ergebnisse des Erörterungstermins werden anschließend in den nächsten Zusammenkünften des Ortschafts- und des Gemeinderates eine Rolle spielen", versicherte Bauamtsleiter Claus Heinrichsen, der gemeinsam mit Bürgermeister Roland Märtz (CDU) und anderen die Interessen der Gemeinde auf der Roten Jahne vertreten wird. Ob mit den Verschiebungen in der Terminkette und etwaigen Korrekturen der Planfeststellungsbeschluss noch in diesem Jahr fällt, ist fraglich.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.09.2014

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