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Kinderheim bleibt nach Brand unbewohnbar

Kinderheim bleibt nach Brand unbewohnbar

Zwei Tage nach dem verheerenden Brand, den eine 14-Jährige im Caritas Kinder- und Jugendheim Eilenburg mutmaßlich gelegt hat (wir berichteten), versuchen Kinder und Erzieher dem gewohnten Tagesablauf nachzugehen.

Eilenburg. In den Räumen ist dies aber nicht möglich. "Die sind völlig verrußt und auf längere Zeit nicht bewohnbar", sagte Bernadette Olma, Pressesprecherin der Caritas-Trägergesellschaft St. Mauritius gGmbH (ctm), zu der das Heim gehört. Eine Schadenshöhe könne sie nicht nennen, zudem müssten Fachleute den Brandort besichtigen. Ob das für 24 Kinder ausgelegte Objekt weiter als Wohnstätte genutzt werde, sei unklar. Dies werde nach der Schadens- und Kostenanalyse entschieden.

Die acht Mädchen und Jungen sind indes in einem Bereich des Verwaltungsgebäudes untergekommen. Dort gibt es eine Etage für die Mitarbeiter mit vier Doppelzimmern, WC, Küche und Essbereich. "Die Bedingungen sind optimal. Nur die Sanitäranlagen müssen erweitert werden", so Olma. Betten waren vorhanden, Matratzen wurden gekauft.

Die Polizei geht derzeit davon aus, dass die 14-Jährige aus Wut etwas verbrennen, aber nicht das Heim anzünden wollte. Das Feuer sei dabei außer Kontrolle geraten, so ein Sprecher. Türen, Mauerwerk und Elektrik wurden erheblich beschädigt. Verletzt wurde niemand.

Das Mädchen war seit zwei Monaten vorübergehend in dem Heim untergebracht und büchste immer wieder aus. "Sie war zuvor in einer anderen Einrichtung", so Olma. Auch dort habe es Probleme gegeben. Über den derzeitigen Aufenthaltsort könne sie nichts sagen. Das Mädchen sei in der Obhut des Jugendamtes. Die betroffenen Kinder hätten enttäuscht und wütend reagiert. Schul-, Spiel- und persönliche Sachen seien völlig verrußt. Noch sei unklar, ob und was davon gereinigt und wieder genutzt werden könne. "In den Zimmern steckte ihr Leben, mehr haben sie nicht", so die ctm-Sprecherin weiter. Die Kinder halfen dennoch beim Einrichten und Umgestalten des neuen Domizils mit.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.11.2014
Von Kathrin Kabelitz

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