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Eilenburg Kirche in Krippehna bekommt neues Dach
Region Eilenburg Kirche in Krippehna bekommt neues Dach
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14:26 25.12.2017
Bis spätestens Mitte nächsten Jahres sollen die Bauarbeiten am Dach, Dachstuhl und an der Orgel in der Krippehnaer Kirche abgeschlossen sein. Quelle: Steffen Brost
Krippehna

Norbert Britze, Vorsitzender des Fördervereins der Krippehnaer St.-Lukas-Kirche, hat schon konkrete Ideen und Vorstellungen, wie das Fest zur Wiederinbetriebnahme der historischen Hähnel-Orgel aus dem Jahr 1771 aussehen soll. Mitte nächsten Jahres wird es soweit sein. Dann will Britze dem Kircheninstrument wieder erste Töne entlocken. Bis dahin sollen auch das Dach und der Dachstuhl saniert sein.

Dachstuhl war instabil

Mit insgesamt rund 400 000 Euro schlagen die Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten zu Buche. Geld, das die Kirchengemeinde samt Förderverein über Spenden und Fördermittel in den vergangenen Jahren mühevoll zusammengetragen hat. „Die Arbeiten sind notwendig geworden, weil der Dachstuhl nicht mehr stabil genug war und viele Holzbalken auf der Südseite des Hauptschiffs ersetzt werden mussten. Außerdem muss auch das Dach erneuert werden. Bis zum Einbruch des Winters soll das fertig sein“, erklärt Britze.

Zahlreiche Fördermittelanträge wurden in der Vergangenheit geschrieben und gehofft, dass ein Teil davon positiv beschieden wird. Die Vereinsfreunde hatten Glück. Die Dorfkirche in Krippehna wurde vor Kurzem auch zur „Kirche des Monats“ der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland bestimmt. Verbunden war der Titel mit einer finanziellen Unterstützung der Sanierungsarbeiten in Höhe von 40 000 Euro. Als Begründung für die Finanzspritze nannte die Stiftung, dass St. Lukas sich zu einem Zentrum im insgesamt 15 Dörfer umfassenden Kirchspiel entwickelt habe. Auch der Bund unterstützt die umfangreiche Sanierung mit 86 500 Euro, die speziell in die Orgelsanierung fließen. Die Gesamtinvestition allein dafür beziffert Britze mit etwa 250 000 Euro, weil die äußerst anspruchsvollen Arbeiten zum allergrößten Teil von Hand und meist in Einzelanfertigungen ausgeführt werden müssen. „Der schlechte Zustand der Krippehnaer Orgel darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei dem Instrument trotzdem um ein äußerst wertvolles handelt und es für die Nachwelt erhalten werden soll“, so Britze.

Orgelsanierung läuft seit 2015

Seit über sieben Jahren ist die Orgel nicht mehr bespielbar. Deswegen sammelte der Förderverein Spenden. Die Sanierung der Orgel hat bereits 2015 begonnen. In einem ersten Bauabschnitt wurde das Instrument durch die Dresdner Orgelbaufirma Wegscheider komplett demontiert, um Schäden zu erfassen. Gleichzeitig wurde die Balganlage erneuert. In einem zweiten Bauabschnitt, der mittlerweile läuft, ist die Fertigstellung geplant. Es kommen neue Pfeifen rein und ein neuer Spieltisch wird eingebaut. Zum Schluss soll das Gehäuse überarbeitet werden. Nach der Restaurierung will der begnadete Orgelspieler Britze das Instrument zu Gottesdiensten und Konzerten erklingen lassen. Auch die Einbindung in die Orgelstraße Leipziger Land und in die Mitteldeutsche Kirchenstraße ist geplant. Bis es in wenigen Monaten soweit ist, müssen Britze und sein Team die Zeit mit elektrischen Orgeln überbrücken.

Von Steffen Brost

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