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Eilenburg Kita-Betreuung in Eilenburg top, schnelles Internet dagegen ein Flop
Region Eilenburg Kita-Betreuung in Eilenburg top, schnelles Internet dagegen ein Flop
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14:09 19.05.2015
Kindergärtnerin Veronika Murch mit ihren Schützlingen in der Bärchen-Kita. Die IHK-Analyse würdigt eine gute Kinderbetreuung in der Muldestadt. Quelle: Wolfgang Sens

Diese Faktoren - neu hinzu kam der ÖPNV - bekamen schon 2009, als die Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie Handwerkskammern der Regionen Halle und Leipzig das erste Mal die Qualität von Standortfaktoren analysierte und auf einzelne Mittelzentren aufsplittete, gute Noten. "Dramatisch eingebüßt", hieß es nunmehr im Ergebnisbericht der Unternehmensbefragung vom vergangenen Jahr, hätte der damalige Eilenburger Spitzenreiter bei der Breitbandanbindung. Da werde selbst der mitteldeutsche Durchschnittswert nicht mehr erreicht, laute die Wertung: "eher unzufrieden".

"Seit September sind wir an den Fördermöglichkeiten der digitalen Offensive Sachsen dran", so Heiko Leihe im Rathaus, zu dessen Verantwortungsbereich die Wirtschaftsförderung zählt. Mit dem Programm sollen Anreize geschaffen werden, um die Lücken in der Versorgung mit Hochgeschwindigkeitsinternet zu schließen und dessen Verfügbarkeit zu verbessern. Der Freistaat will mit der Förderung entsprechender Maßnahmen bekanntlich Wirtschaftlichkeitslücken für Investitionen durch Netzbetreiber schließen. "Es ist leider noch zu wenig bekannt, dass neben Telekom der Anbieter Primacom eine bessere Datenversorgung ermöglicht", sieht Leihe Reserven in der Kommunikation.

Das Gesamtbild der IHK-Analyse, die auf Angaben von 35 Unternehmen beruhen, sei für Eilenburg allerdings "ansprechend", so Leihe. Die meisten Standortfaktoren erhielten im Vergleich zu ähnlichen Kommunen in der Region eine über dem mitteldeutschen Durchschnitt leicht höhere Zufriedenheitsbewertung.Das bescheinigt die IHK - wie schon vor fünf Jahren - auch der Arbeit der Stadtverwaltung. Die Faktoren "Unternehmensbetreuung", "Dauer von Genehmigungsverfahren" und "Erreichbarkeit der Stadtverwaltung" bekamen erneut bessere Bewertungen als der Durchschnitt aller befragten 1300 mitteldeutschen Unternehmen. Die letzten sechs Plätze mit dem Prädikat "eher unzufrieden" teilen sich neben der genannten Breitbandanbindung die Höhe von Gewerbe- und Grundsteuer, Wasser- und Abwassergebühren sowie Gaspreise, obwohl sich die Bewertungen gegenüber 2009 teils deutlich verbesserten.

"Wir haben die Ergebnisse im Rathaus vorgestellt. Die Trends sind ins Leitbild für ein besseres Stadtimage und in die Vorbereitungen für eine Wohnstandort-Kampagne eingeflossen", so der Wirtschaftsförderer.

Die Kammern nahmen insgesamt in 26 ausgewählten Städten Mitteldeutschlands die Standortzufriedenheit vor Ort unter die Lupe, und zwar jeweils 36 Standortfaktoren aus den Bereichen Infrastruktur, Bildung/Arbeitsmarkt, Gewerbeflächen/-immobilien, Energieversorgung, kommunale Steuern und Abgaben, Unternehmensfreundlichkeit der Verwaltung sowie "weiche" Faktoren wie Image der Stadt, Einkaufsmöglichkeiten, Angebote zur Kinderbetreuung und andere. Damit sollen die Städte stärker für die Belange der Wirtschaft sensibilisiert werden.

© Kommentar, Seite 25

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.04.2015
Von Karin Rieck

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