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Eilenburg Klamme Kasse: Zschepplin setzt Rotstift an
Region Eilenburg Klamme Kasse: Zschepplin setzt Rotstift an
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11:01 09.04.2018
 Blick auf die Grundschule in Hohenprießnitz. Für die Innensanierung ist das Geld gesichert.  Quelle: Wolfgang Sens
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Zschepplin

Streichen, mindern, schieben – unter diese Überschrift steht das Ringen um den Zscheppliner Haushalt. Nicht ohne Grund liegt dieser bisher nicht vor. Er ist schlichtweg noch nicht genehmigungsfähig. Ein Defizit von 750 000 Euro hatte Michael König, der als Verwaltungsverbandsvorsitzender den Haushalt in die Zahlen gießt, bei der 1. Lesung im Februar konstatiert. „Dieses Defizit nun wenigstens auf 550 000 Euro zu drücken, muss das Ziel sein.“ Nur dann könnte die Gemeinde am Ende dieses Jahres noch ein Miniplus auf ihren Konten verzeichnen, der am 8. Mai im Gemeinderat zu beschließende Haushalt mit Auflagen genehmigt werden.

Bürgermeisterin ist gefrustet

Bürgermeisterin Roswitha Berkes (parteilos) ist der Frust über die vermaledeite Haushaltslage anzuhören: „Wir bekommen als Kommunen immer mehr Pflichtaufgaben aufgebrummt, aber nicht das Geld dafür.“ Doch Lamentieren hilft nicht weiter. Die Verwaltung musste ihr und den Gemeinderäten eine Streichliste, die auch als „Liste der Grausamkeiten“ durchgehen könnte, vorlegen.

Da sich selbst die Eigenmittel für Förderprojekte nicht mehr darstellen lassen, flog zunächst der zu 75 Prozent förderfähige Anbau Begegnungszentrum am Feuerwehrgerätehaus Krippehna aus der Investitionsliste. Die Krippehnaer trifft es auch beim Gehwegebau Wölkauer Straße sowie beim Straßenausbau Krumme Gasse. Beide Projekte, für die 70 beziehungsweise 80 Prozent Förderung in Aussicht stehen, kommen nun erst 2021.

Keine neue Heizung für Kita und Schule

Projekte wie der Neubau des Feuerwehrhauses in Naundorf, die Erneuerung der Straßenbeleuchtung in der Hauptstraße Naundorf, die Fortsetzung der Arbeiten am Bauhof Zschepplin stehen nun nicht mal mehr im mittelfristigen Investitionsplan. Auch die beiden Methusalem-Heizkessel in der Kita/Grundschule Hohenprießnitz sowie in der Kindertagesstätte Zschepplin müssen weiter heizen. „Sollten sie uns um die Ohren fliegen, werden wir natürlich handeln“, versprach die Bürgermeisterin. Das gelte bei Bedarf auch für die Feuerwehr. Eine dem dringenden Bedarf entsprechende Mittelbereitstellung bleibt jedoch gesichert. Beim neuen Feuerwehrfahrzeug für Glaucha spielen die über einjährigen Lieferzeiten in die Karten. Es steht nun erst komplett im Haushalt 2019 drin.

Viel übrig bleibt nicht. Fest hält die Gemeinde an der Innensanierung der Grundschule Hohenprießnitz, für die 165 000 Euro eingeplant sind, sowie am dortigen mit Leader- und Spendenmitteln finanzierten Spielplatz. Zudem bleibt es bei der Brücke am Schadebach in Rödgen (90 000 Euro), den komplett aus Förder- und Spendenmitteln finanzierten vier Schutzhütten im Zscheppliner Park (15 000 Euro) und Bushaltestelle in Zschepplin.

Von Ilka Fischer

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