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Eilenburg Klein und fein - Sprotta macht Leipzig Konkurrenz
Region Eilenburg Klein und fein - Sprotta macht Leipzig Konkurrenz
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17:41 15.12.2013
Der Weihnachtsmann alias Maik Kupke wird in der Kutsche vom Christkind auf den Sprottaer Weihnachtsmarkt chauffiert. Quelle: Karin Rieck

"Alles begann mit einem Straßenfest.

Und weil daraus etwas fürs ganze Dorf entstehen sollte, haben wir diesen Markt ins Leben gerufen", plaudert die lebensfrohe 65-Jährige, bietet leckeres Selbstgebackenes an, schenkt Kaffee in bunte Tassen ein. Die sind mit der Aufschrift "Weihnachtsmarkt Sprotta" der Renner, wandern gegen einen kleinen Obolus als Souvenir in so manche heimische Sammlung. "Die Einnahmen wollen wir in eine Pyramide für die weitere Ausgestaltung des Marktes stecken. Die soll uns unser Stellmacher Rüdiger Schunke bauen", erzählt Rosen Pötzsch weiter, der es noch ganz wichtig ist "allen Dank zu sagen, die wieder so prima mitgemacht haben".

Sprotta. Warum in die Ferne schweifen, wenn man es sich quasi vor der Haustür doch so heimelig einrichten kann? Bei Rosel Pötzsch, die nunmehr zum fünften Mal für den kleinen, feinen Weihnachtsmarkt gemeinsam mit weiteren Enthusiasten aus dem Doberschützer Ortsteil Sprotta die Fäden zieht, brummt am Samstagnachmittag in der festlich geschmückten kleinen Hütte vor dem Feuerwehrhaus das Kaffee- und Kuchen-Geschäft.

Überhaupt: Viele gute Weihnachtsgeister haben im und am örtlichen Feuerwehrhaus alles liebevoll hergerichtet. Drinnen können die Kinder basteln, sich die Gesichter mit bunten Farben schmücken lassen. An den Tischen im Gerätehaus treffen sich die Gäste zum Schwatz und wärmen sich auf. Auch den Line-Dance-Mädels um Kathleen Grau ist bei ihrem Auftritt und diversen Zugaben warm geworden. "Seit 2009 üben wir einmal in der Woche, treten ab und zu im Dorf und bei privaten Feiern auf", ist von der Trainerin zu erfahren. Einige Schritte weiter lässt sich Ortsvorsteher Uwe Storek mit Bekannten den Glühwein munden und spart nicht mit Anerkennung für das bunte Treiben. Susann Schramm hat es mit ihrer fünfjährigen Tochter Liv gar aus Leipzig auf den kleinen Weihnachtsmarkt nach Sprotta in die Eilenburger Nachbarschaft gezogen. "Weil es hier so nett und gemütlich ist, für den Nachwuchs viel geboten wird und das Gedränge im Leipziger Zentrum mir nicht wirklich gefällt, wenn man mit Kindern unterwegs ist", schwärmt die junge Frau am Geschenke-Stand von Sindy Dröschel von der dörflichen Idylle. Hier hat sich die junge Frau am Samstagnachmittag außerdem auf die "Jagd nach coolen Mützen" begeben. Diese bietet die Sprottaer Erzieherin nebst Schals und anderen selbstgefertigten Kleinigkeiten aus farbigen Stoffen, die gemeinsam mit ihrer Schwester entstand sind, feil.

Gegen 16 Uhr der Höhepunkt: Um die Ecke biegt eine fröhliche Karavane mit Rentieren, Weihnachtsmann, Christkind und Hexenhaus. Maik Kupkes 50. war erst zwei Tage zuvor gefeiert worden. Nun ist er als Ruprecht wieder die Hauptperson.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.12.2013

Karin Rieck

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