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Kontroverse Debatte in Audenhain um Waffenhandel und Asyl-Chaos

Meinungsaustausch Kontroverse Debatte in Audenhain um Waffenhandel und Asyl-Chaos

„Waffenhandel, Kriegsterror, Massenflucht, Asylchaos - verschweigen uns Regierung und Mainstream-Medien die wahren Ursachen und Auswirkungen?“ - am Freitagabend entspann sich um dieses Thema im Audenhainer Trailer eine kontroverse Debatte.

Die Teilnehmer im Diskussions-Podium im voll besetzten "Trailer" im Mockrehnaer Ortsteil Audenhain.

Quelle: Wolfgang Sens

audenhain. Beim Dialog zum Elbe-Day in Torgau sei er unsanft unterbrochen worden, sagte Sandro Oschkinat (Freie Wähler) im Vorfeld des "Demokratischen Diskussionsforums" am Freitagabend. Dafür erläuterte das Mitglied des Gemeinderates Mockrehna und Inhaber eines Veranstaltungsservice an seiner Wirkungsstätte, im "Trailer"-Saal des Ortsteiles Audenhain, gleich zu Beginn des Meinungsaustausches zwischen Gästen auf dem Podium und gut 200 Besuchern in Saal recht ausführlich, weshalb er an diesem Abend dieses Thema zur Debatte stellte: "Waffenhandel, Kriegsterror, Massenflucht, Asylchaos - verschweigen uns Regierung und Mainstream-Medien die wahren Ursachen und Auswirkungen?"

Dann gab es seinerseits Kritik an überwiegend überregionalen politischen Magazinen und einer Boulevardzeitung, wegen "Massenverblödung und Desinformation", Appelle an die "Verantwortung der Medien", wurde der Geist von 1989 beschworen, auf "politische Diskussionen in jeder Garage" verwiesen, die sehr unterschiedliche Sichten auf die Probleme einer unruhigen Zeit offenbaren. Nach etwa einer halben Stunde unterbrach der als Oschkinats "gutes Gewissen" verpflichtete Co-Moderator und politische Kabarettist Peter Murch den Monolog am Rednerpult: Man müsste doch jetzt mal die sieben Gesprächspartner des Forums aus lokaler, Landes- und Bundespolitik vorstellen.

Trotz der Euphorie, mit der der Gastgeber diesen Abend lange vorbereitet hatte. Das nordsächsische CDU-Bundestagsmitglied Marian Wendt bedachte Oschkinat bei dieser Gelegenheit mit einer gerahmten Fotografie aus gemeinsamen Jugendzeiten. Diesem Gast zollte er besonderen "Respekt". Denn nicht durchweg ging - wie sich später herausstellte - der Wunsch des Vertreters der Bundesadministration in Erfüllung: sich in einer kontroversen Debatte den Problemen "ruhig und sachlich" zu stellen. Seine Ausführungen über die jüngsten Beschlüsse der Bundesregierung sowie zur CDU/CSU-Politik, die darauf abzielen, den Migrantenstrom zu begrenzen, ernteten auch viel Kritik.

Die prominente Pegida-Aussteigerin Kathrin Oertel hatte - nachdem die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry kurzfristig absagen musste - wohl so manchen politisch Interessierten besonders angelockt. Man solle "auf niemanden und nichts hören, alles hinterfragen, links wie rechts, sich eine eigene Meinung bilden", gab die Dresdnerin mit auf den Weg. Überall würden Manipulationen lauern. "Wir müssen wieder lernen, unseren eigenen Kopf zu benutzen. Die öffentliche Meinung sei ein "hart umkämpftes Gut". Beifall gab es unter anderem für ihre Aussage, "dass Kriege den Terrorismus stark gemacht haben", und die Kritik "an grenzenloser Wirtschaftsmaximierung".

Alexander Milyutin, erster Sekretär der russischen Botschaft in Berlin, schilderte die Situation der Flüchtlinge aus der Ost-Ukraine in Russland und stellte fest, dass das von deutschen Medien "nicht adäquat" wiedergegeben werde. Seit Putin beobachte er "eine Demontage seines Landes". "Meinungsverschiedenheit" sehe er in den Medien seiner Heimat besser aufgestellt als hier. "Damit jeder seine Meinung frei äußern kann, finanziert der Steuerzahler auch die Polizeipräsenz für diese Veranstaltung", hakte Wendt ein.

Oschkinat wollte mit diesem Forum "zum Diskutieren und Hinterfragen animieren". Er habe auf gut 100 Anfragen an mögliche Gesprächspartner vieler politischer Richtungen sowie an Vertreter des Landkreises und der Ausländerbehörde vor allem Absagen erhalten. Auch von Gregor Gysi. Mockrehnas Vize-Bürgermeister Karl-Heinz Schleinitz (Die Linke) musste aus gesundheitlichen Gründen absagen.

Karin Rieck

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