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Eilenburg Kritik an Eilenburgs Schlossberg-Architektur ebbt nicht ab
Region Eilenburg Kritik an Eilenburgs Schlossberg-Architektur ebbt nicht ab
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14:09 19.05.2015
Das Umfeld des ehemaligen Gefängnisses auf dem Burgberg soll gestaltet werden. Mit zu modernen Elementen, wie Burgvereins-Mitglieder jetzt sagen. Quelle: Heike Liesaus

War denn der Burgverein, der bei diesen Themen ins Boot geholt werden sollte, überhaupt einbezogen? Danach fragte Matthias Erler, der seine Kritik an modernen Anbauten schon vor ein paar Tagen in der LVZ öffentlich gemacht hatte.

"Ich kannte die Pläne als Stadträtin", erklärte Steffi Schober, die Vorsitzende des Burgvereins, später auf Nachfrage. Aber teilweise würden in den Ausschüssen Interna besprochen. Deshalb könne sie Informationen nicht einfach weitergeben. Am Ende war in diesem Gremium der Baubeschluss zur Gestaltung der Freifläche mehrheitlich getroffen worden.

"Wir hatten bereits Anfang vorigen Jahres das Projekt gemeinsam mit dem Architekten Giersdorff beim Burgverein vorgestellt", erklärte Petra Zimmermann, Leiterin des Bereichs Bau bei der Stadt, gegenüber der LVZ. Auch gab es in der Ausgabe des Burgbergzeitung vom August Zeichnungen und Grundrisse. Bilder mit Beispielen für Betonbänke, die Art des Pflasters und für die Gestaltung der Beleuchtung waren ebenso abgedruckt wie die Gestalt der neuen Gebäude. Das Design der stählernen Pergola ist ebenfalls zu sehen. Diese soll alles optisch verbinden und das ehemalige Schlossareal umschließen. Das Blatt wird gemeinsam von Stadtverwaltung, Burgverein und der Stadtentwicklungsgesellschaft herausgegeben. Aber diese Zeichnungen seien zu klein und nicht gut lesbar gewesen, ein Modell oder eine dreidimensionale Zeichnung hätte mehr Vorstellung von dem erzeugen können, was da gebaut werden sollte, so Burgfreundin Stefanie Riedl. Es gebe einige Stimmen mit Vorschlägen, die Bauten mit Biberschwanzabdeckungen und ähnlichem "verträglicher" zu gestalten. Aber es habe einfach keine Diskussion um die Freiflächen-Gestaltung und die Anbauten mit dem Verein gegeben. Dazu hätte mehr Zeit und Kraft investiert werden müssen, um diejenigen einzubeziehen, die sich für das Gelände engagieren, so Schober. "Das Augenmerk lag damals auf der Gestaltung im alten Gefängnis."

Anbauten, die zu einem historischen Gebäude dazu kommen, sollten zeigen, aus welcher Zeit sie stammen, verdeutlichte Petra Zimmermann in der Stadtrats-Diskussion. Deshalb sei auch die Gaube im Dach des ehemaligen Gefängnisses, die früher nicht da war, modern umgesetzt. Die Pläne werden derzeit wie beschlossen umgesetzt. "Das wird am Ende bestimmt ein ordentliches Gesamtbild", ordnete Steffi Schober bei einer Begehung die Vorgänge ein. "Wir müssen aber für die Zukunft lernen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..
Von Heike Liesaus

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