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Eilenburg Landesgartenschau 2012: Signale stehen derzeit auf Rot
Region Eilenburg Landesgartenschau 2012: Signale stehen derzeit auf Rot
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10:24 27.05.2010
Sie Signale für eine mögliche Bewerbung der Stadt Eilenburg stehen aktuell auf Rot. Quelle: dpa
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Eilenburg

Dies auch mit Blick auf die im nächsten Jahr anstehende 1050-Jahr-Feier.

Der Stadtrat wird in der kommenden Woche das Thema unter dem Tagesordnungspunkt Sonstiges auf dem Tisch haben. Im Ältestenrat sei über dieses Problem bereits gesprochen worden, "wir werden in Verantwortung aller Umstände eine Entscheidung treffen", formuliert es Oberbürgermeister Hubertus Wacker (SPD) noch zurückhaltend. Doch die Umstände sprechen gegen eine Bewerbung. Mit der 1050-Jahr-Feier im kommenden Jahr hat sich die Muldestadt bereits einen großen finanziellen Batzen auferlegt. Erst nach heftigen Diskussionen auch in Hinsicht der unklaren finanziellen Situation der Kommunen in den kommenden Jahren gaben die Stadträte in der Mai-Sitzung ihr Okay: für das 380000 Euro fassende Budget. Die Fraktionen erhalten in der Sitzung am 7. Juni die Gelegenheit, sich zum Thema Landesgartenschau zu positionieren. Sollte es wider Erwarten Signale geben, die für eine Bewerbung sprechen, soll das Thema noch einmal im Stadtrat besprochen werden.

Entsprechende Bestrebungen, die Schau, für die Oschatz 2006 Ausrichter war, 2012 nach Eilenburg zu holen, wurden bereits vor einigen Jahre verworfen. Damals signalisierten die Stadtväter, sich unter Berücksichtigung der 1050-Jahr-Feier 2011 erst für die darauffolgende Veranstaltung zu bewerben. Noch im April bekräftigte Wacker das bestehende Interesse.

Ähnliche Signale gab es auch aus Delitzsch. Dort hat sich mittlerweile der Stadtrat positioniert. Derzeit wird ein Konzept erarbeitet, das Aussagen zu Finanzierung, Stationen und Logistik trifft. Im September soll die Bewerbungsmappe vorliegen, dann entscheiden die Abgeordneten erneut. Die Loberstadt rechnet sich, wie berichtet, große Chancen aus, weil aus Jury-Kreisen schon verlautet sei, dass mit 90-prozentiger Wahrscheinlickeit eine Stadt im sächsischen Nordraum den Zuschlag erhalten werde, so der Delitzscher Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos).

Trotz der allgemein schwierigen Haushaltslage hatte Sachsens Landwirtschaftsminister Frank Kupfer (CDU) kürzlich bekräftigt, dass der Freistaat auch in fünf Jahren wieder ein solches Ereignis veranstalten möchte. Fördermittel in Höhe von vier bis fünf Millionen Euro werden der Ausrichterstadt zur Verfügung gestellt.

Für 2015 sind mehrere Städte aus dem Leipziger Umkreis im Rennen. Neben Delitzsch wollen Markkleeberg, Borna und Wurzen den Zuschlag. Landesgartenschauen finden im Freistaat alle drei Jahre statt. Nach Oschatz im Jahr 2006 und Reichenbach in Vogtland im Jahr 2009 ist Löbau 2012 Ausrichter.

Kathrin Kabelitz

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