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Eilenburg Laubenbau in der Mangelwirtschaft im Visier
Region Eilenburg Laubenbau in der Mangelwirtschaft im Visier
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14:14 19.05.2015
Auch Klein-Carlotta zeigt schon Interesse an Papas neuestem Büchlein. Peter Schmidt ließ 100 neue Kurzgeschichten aus und in seiner alten Heimat auflegen. Quelle: Karin Rieck

Sohn Peter Schmidt, der bereits vor Jahren an den Bodensee der Arbeit hinterher gewandert ist und seine Eltern in der Muldestadt wegen der Entfernung nicht so oft besuchen kann, hat diesmal nicht nur die inzwischen geehelichte Lebenspartnerin Isabell, sondern auch den ganzen Stolz der jungen Eltern, die sieben Monate junge Carlotta, dabei. Und ein frisch im Engelsdorfer Verlag erschienenes sowie im örtlichen Buchhandel bereits erhältliches Bändchen mit 100 neuen Kurzgeschichten.

"Wie der Regen angekündigt wurde - Das Flüstern der Jahreszeiten" überschreibt der gebürtige Eilenburger neue Beobachtungen, neue Gedanken und neue Erinnerungen an und vor der Haustür seiner Heimat an der Mulde. Denn als der Enddreißiger, wie berichtet, vor etwa zwei Jahren mit dem "Abendidyll" sein Erstlingswerk herausbrachte, hat er damit auch ein Stück Heimweh verarbeitet. "Beim Abi-Klassentreffen Ende Mai war mein erster Geschichten-Band auch ein Thema", freut sich der junge Autor über das Interesse für sein Hobby in der Heimatstadt. Jetzt, im 25. Jahr nach dem Mauerfall, schreibt er an einem Roman, der im Herbst erscheinen soll. Auf 350 Seiten wird - mit unterhaltsamen Seitenhieben - die Entstehungsgeschichte einer Gartenlaube Mitte der 1980er Jahre und unter den Bedingungen der DDR-Mangelwirtschaft in der Bad Dübener Kleingartenanlage am Schleifbach geschildert. "Dafür habe ich viel mit meinen Eltern telefoniert. Sie mussten ganz genau erklären, wie Dachpappe, Fenster oder anderes Material beschafft wurden", erzählt der Berufsschullehrer und Hobbyschriftsteller. Er wolle nichts übertreiben oder Klischees bedienen. "Alles beruht auf wahren Begebenheiten", macht er neugierig.

Doch zuvor lohnt es, sich vom Flüstern der Jahreszeiten inspirieren zu lassen, sich den Besonderheiten des Alltäglichen hinzugeben, die Welt der kleinen Wunder vor den Türen des Schmidt-Elternhauses auf dem Eilenburger Berg zu entdecken. Unter anderem im örtlichen Tierpark. Mit der wahren Geschichte vom Tierparkstorch startet Peter Schmidt in seinem Büchlein. Und stellt erfreut fest, dass er als Dichter an der Entwicklung der Dinge hier um Meister Adebar nicht ganz unschuldig gewesen ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.08.2014
Rieck, Karin

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