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Lausch-Ufo landet auf dem Eilenburger Burgberg

Kunstinstallation Lausch-Ufo landet auf dem Eilenburger Burgberg

Das Ufo ist gelandet. So sieht es jedenfalls aus auf dem Platz vor der Heinzelberge auf dem Eilenburger Burgberg. Die Kunstinstallation „Lauschberg“ des Chemnitzer Designers Michael Stapf wurde montiert. Sie soll noch ein akustisches Innenleben bekommen.

Alexander Boesche, Paul Vergin, Emily Krzyzek, Elija Lawnik, Niklas Schure (v.r.n.l.) lauschen gespannt am Lauschberg vor der Heinzelberge. Leider ist noch nichts zu hören.

Quelle: Wolfgang Sens

Eilenburg. Das Ufo ist gelandet. So sieht es jedenfalls vor der Heinzelberge auf dem Eilenburger Burgberg aus. Dort steht jetzt eine metallisch schimmernde Halbkugel, aus der hörrohrförmige Trichter ragen. Die Kunstinstallation „Lauschberg“ des Chemnitzer Designers Michael Stapf ist an ihrem Bestimmungsort angekommen. Sie erhält noch ihr akustisches Innenleben. Das Treiben der Heinzelmännchen, die im Bauch des Eilenburger Berges wohnen, soll von hier aus hörbar sein. Um den Sagengestalten eine Stimme zu geben, sind Schüler der Freien Grundschule Cultus+ extra ins Tonstudio gegangen. Damit die Aufnahmen über die Lausch-Rohre vernehmbar werden, sind noch diverse Leitungen zu installieren. „Die Elektrofirma Danzmann wird Herrn Stapf dabei unterstützen“, so die Info aus dem Rathaus.

Das Pflaster, auf dem das Heinzel-Lausch-Ufo steht, ist schon fertig verlegt. Wer auf den Burgberg spaziert, um das Kunstwerk in Augenschein zu nehmen, muss aber derzeit noch Bauzäune umkurven. Die Platzgestaltung ist noch nicht vollendet. Zudem sollen die Fundamente des Bergfried-Turms wieder sichtbar werden. Sie werden freigelegt und aufgemauert. Umlaufend zirka 2,70 Meter breit sollen sie etwa 60 Zentimeter bis einen Meter weit über die Oberfläche ragen. Das Landesamt für Archäologie habe sich mittlerweile mit der Idee, das Fragment überirdisch wieder sichtbar zu machen, angefreundet, erklärt die Stadtverwaltung. Weil die Kosten für den Platz günstiger ausfallen, als anfangs gedacht, können auch die zirka 53 000 Euro dafür aufgebracht werden. Das Gesamtbild des Areals werde somit aufgewertet, die alte Anlage für Besucher besser nachvollziehbar.

Der Lauschberg steht nun dort, wo es einst einen Brunnen gegeben haben soll. Außerdem vollzieht eine Metallpergola, die begrünt wird, die Umrisse des Schlosses nach, das einst auf dem Berg stand.

Von Heike Liesaus

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