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Eilenburg Laußig: Rohre für Glasfaserkabel machen Bau teurer
Region Eilenburg Laußig: Rohre für Glasfaserkabel machen Bau teurer
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17:52 27.11.2018
Im Februar wurde in der Kleinen Aue bereits neben dem Abwasserkanal eine neue Regenwasserleitung verlegt. Quelle: Ilka Fischer
Laußig

Als einer der letzten Hochwasserschäden vom Juni 2013 wird der in der Kleinen Aue von Laußig beseitigt. Bei den mehr als acht Wochen währenden Arbeiten an der Straße, die einen Kostenumfang von rund 680 000 Euro haben, müssen nun auf Grund neuer gesetzlicher Regelungen auch Rohre für künftige Glasfaseranschlüsse verlegt werden. Das soll zusätzlich mehr als 31 000 Euro kosten.

Leerrohrverlegung ist zwingend notwendig

„Wir sind zwingend angehalten, hier eine Leerrohrverlegung vorzunehmen“, sagte Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos). Die Gemeinderäte hatten über diese überplanmäßigen Ausgaben abzustimmen. Eigentlich war das nur noch eine Formsache, weil die Gemeinde bei der Abarbeitung der Hochwasserschäden vom Juni 2013 von neuen gesetzlichen Bestimmungen überrollt wurde. Zu denen gehört das Gesetz zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze. Das regelt verbindlich, dass für alle aus öffentlichen Mitteln finanzierten Straßenbaumaßnahmen, deren geplante Dauer acht Wochen überschreitet, sicherzustellen ist, dass geeignete Netzinfrastrukturen für Glasfaserkabel bedarfsgerecht mitverlegt werden.

Mehrkosten von 31 000 Euro müssen bereitgestellt werden

Aus den Mitteln zum Beseitigen des Hochwasserschadens kann dies im Laußiger Fall nicht finanziert werden. Auch eine Nutzung von Fördermitteln sei in dem Falle dafür nicht möglich. Zudem hat sich die Gemeinde nun dazu entschlossen, die Kosten zu übernehmen, weil sie nicht noch länger die Maßnahme hinauszögern will und kann. Zeit verging zudem ungenutzt, weil lange nicht klar war, welches Material bei der Leerverrohrung deutschlandweit einheitlich zum Einsatz gelangen soll. Ein entsprechender Katalog liege nun aber vor.

Laußig wird die Kosten von mehr als 31 000 Euro aus seinen Kassenmitteln finanzieren. Auch die Firma, die die Leerverrohrung durchführen wird, steht fest. Das übernimmt die Bau- und Haustechnik Bad Düben. Damit sollte der Beseitigung des letzten Hochwasserschadens in der Gemeinde Laußig eigentlich nichts mehr im Wege stehen.

Von Bärbel Schumann

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