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Eilenburg Lebenshilfe Eilenburg bietet jetzt auch Heilpädagogik an
Region Eilenburg Lebenshilfe Eilenburg bietet jetzt auch Heilpädagogik an
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09:03 28.09.2016
Kinder aus der Tagesstätte für behinderte Kinder der Lebenshilfe spielen mit Heilerziehungspflegerin Stefanie Jakob (rechts) und der Pädagogin Diana Krolik. Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg

Vor wenigen Wochen sind die Knirpse der heilpädagogischen Kindertagesstätte in Eilenburg in ihr neues Domizil eingezogen. Im Garten der Lebenshilfe-Villa an der Bahnhofstraße 25 können die Jungs und ein Mädchen noch jede Stunde der schönen September-Tage im Freien genießen. Der Trägerwechsel vom Landkreis zur Lebenshilfe vollzog sich mit dem neuen Schuljahr wie geplant. Von wie vielen Behörden und Einrichtungen dafür Genehmigungen in relativ kurzer Zeit notwendig waren, deutet Simone Langhof, die Geschäftsführerin des Lebenshilfe-Vereins und der gemeinnützigen GmbH dieser Tage nur kurz an. Jetzt zeigt sie sich froh, „dass die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten so gut geklappt hat und auch die Mitarbeiter bei laufendem Betrieb im Haus so gut mitgezogen haben.“ Die Lebenshilfe nahm und nimmt insgesamt rund 75 000 Euro in die Hand, um die Räume für eine Kapazität von acht Plätzen herzurichten. In zwei bis drei Wochen sollen noch die Gerätschaften für den Spielplatz geliefert werden, die teilweise auf die Bedürfnisse der acht Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren zugeschnitten sein müssen. „Bei der Förderung spielen auch draußen neben dem Spielen Gerüche oder der Geschmack von Kräutern eine Rolle“, ist zu erfahren.

Angebot ist ausgelastet

Das Angebot ist momentan komplett ausgelastet, eine Genehmigung für zwei Jahre erteilt. „Für Nachfolgeregelungen muss diese Zeit genutzt werden“, so Langhof. In der kurzen Zeit, in der die neue Einrichtung im Haus der Lebenshilfe auf einen Alltag zusteuert, habe es noch keine Anfragen für weiteren Bedarf in dieser Richtung gegeben. Aber das muss nicht so bleiben. Bekanntlich stimmte der Kreistag Mitte Juni dem Trägerwechsel und der Schließung der Heilpädagogik am Standort Belian-Straße 1, wo sich nach wie vor zwei Förderschulen in der Trägerschaft des Landkreises befinden, zu. Nun läuft eine Übergangszeit, um Auflagen der UN-Behindertenrechtskonvention in nationales Recht, insbesondere im Bereich der Integration/Inklusion, umzusetzen. Vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales war der Landkreis darauf hingewiesen worden, behinderte Kinder und Jugendliche verstärkt in den normalen Lebensalltag zu integrieren. Nach den Regionen Delitzsch, Torgau und Oschatz ging die Vorschulbetreuung nun auch in Eilenburg vorerst in freie Trägerschaft.

Generationswechsel beim Vorstand in Sicht

Zwei neue Mitarbeiterinnen mit Qualifikationen als Heilerziehungspfleger, in der Heil- und Sozialpädagogik wurden per bundesweiter Ausschreibung gefunden, eine Kollegin aus dem Haus mit den entsprechenden Voraussetzungen wollte sich der Aufgabe auf eigenen Wunsch stellen, erzählt die Geschäftsführerin. Damit widmen sich jetzt 53 Angestellte der Lebenshilfe Eilenburg einem vielfältigen Angebot, damit Menschen jeden Alters mit einem Handicap möglichst selbstständig und lebensfroh ihren Alltag meistern können. Sie betreuen in der Muldestadt und der Umgebung rund 200 Personen mit verschiedenen Behinderungen, beziehen dabei auch die Angehörigen mit ein. Der von betroffenen Eltern, Freunden und Förderern der Lebenshilfe, einst 52 Gründungsmitglieder, vor über 25 Jahren ins Leben gerufene Verein zählt heute rund 140 Mitglieder, die sich haupt- und ehrenamtlich engagieren. „Am 2. November wollen wir nach vier Jahren wieder einen neuen Vorstand wählen“, ergänzt Langhof. Auch in diesem Bereich deutet sich ein Generationswechsel an.

www.lebenshilfe-eilenburg.de

Von Karin Rieck

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