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Eilenburg Leipziger Bläserquintett spielt für Flüchtlinge in Eilenburg
Region Eilenburg Leipziger Bläserquintett spielt für Flüchtlinge in Eilenburg
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10:41 18.01.2016
Das Bläser-Quintett des Leipziger Symphonie-Orchesters gibt ein Konzert im Saal der Rinckart-Gemeinde. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

Konzert vorm Kaffee: Mit Fagott, Flöte und Horn gab das Bläserquintett des Leipziger Symphonieorchesters diesmal den Auftakt fürs erste Eilenburger Café International im neuen Jahr. Es war eine Premiere für alle. „Unser Ausgangspunkt ist, wie wichtig Kulturvermittlung ist“, erklärte Flötistin Uta Hollitzer-Weise. „Wir zeigen so aber auch ein Stück unserer Identität.“

Die Notenständer und Stühle waren vor dem Flügel im Gemeindesaal nur eine Etage unter der Kinder- und Jugend-Arche aufgebaut, wo einmal im Monat das Café International öffnet. Hier können sich Flüchtlinge und Einheimische treffen. Ein Angebot, das sehr gut angenommen wird. Auch der fürs Konzert ausersehene Raum war voll besetzt. Viele Kinder unter den Café-Besuchern lauschten den Darbietungen.

Für das kleine Konzert hatte sich das Quintett extra Stücke von Musikern ausgesucht, die selbst Migrations-Hintergrund hatten: So erklangen Werke des italienischstämmigen Komponisten Franz Danzi, der in München lebte, und des Ungarn Denes Agay, der 1939 vor den Nazis fliehen musste. „Vielleicht geht es bei ihm auch deshalb quer durch alle Kulturen“, so die Symphoniker. Denn vertreten waren von ihm Marsch, Tango, Bolero, Walzer, Rumba.

Auch die Musiker wollten so etwas zur Integration der Flüchtlinge beziehungsweise Migranten beitragen. Das Leipziger Symphonieorchester besteht seit 55 Jahren und hat die Aufgabe, in den Landkreisen Nordsachsen und Leipzig kulturellen Bildung zu leisten. „Es wäre denkbar, dass wir solche Auftritte auch in anderen Orten fortführen“, so Hollitzer-Weise.

Und wie haben die Darbietungen auf die Zuhörer gewirkt? „Alles gut“, fasste Masuma, eine Frau aus Syrien, hinterher ihre Eindrücke zur Musik zusammen. Schließlich ist auch beim Erlernen der Sprache alles noch am Anfang.

Von Heike Liesaus

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