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Eilenburg Leipziger Oper tritt in Jesewitzer Grundschule auf
Region Eilenburg Leipziger Oper tritt in Jesewitzer Grundschule auf
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17:17 22.01.2016
In der Schule hängen schon die selbst gebastelten Plakate, die die Oper „Hänsel und Gretel“ ankündigen.   Quelle: Heike Liesaus
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Jesewitz

 26 Musiker des ältesten Orchesters der Welt werden am 23. Februar gemeinsam mit fünf hochkarätigen Sängern der Oper in einen Bus steigen, um gen Jesewitz zu fahren. In der Grundschule dort ist bereits um 8 Uhr ein Lkw angekommen, beladen mit allem, was für eine Opernaufführung nötig ist: Von der Maskenbildnerei, Kulissen, über die Windmaschine bis hin zu den Notenständern. Heidi Zippel ist Musiktheaterpädagogin und sie wusste am Freitag den Kindern in der Grundschule Jesewitz die bevorstehenden Ereignisse eindrucksvoll zu beschreiben. Bei ihnen in der Turnhalle soll an jenem Tag ab 11 Uhr eine richtige Oper aufgeführt werden: Engelbert Humperdincks Märchen-Spektakel „Hänsel und Gretel“.

„Sonst kommen ja viele Kinder zu uns in die Oper“, erzählt Heidi Zippel den im Foyer versammelten Kindern. Extra für die Schulen, die etwas entfernter sind, haben die Leipziger Künstler eine Gastspiel-Tournee ausgeschrieben, Jesewitz hatte sich beworben. „Dann ging es erst einmal in die Hallen, um zu sehen, ob es machbar ist“, erklärt die Pädagogin.

In Jesewitz wird’s natürlich extra eng, um Plätze für 130 Kinder, Orchester und Bühne unterzubringen. Aber es ist machbar. Für die Sänger, Musiker und die Dirigentin ist es eine besondere Aufgabe. Nun wird bei dieser Aufführung eine Musik präsentiert, die nicht alltäglich ist, und für die die Kinder durchaus Vorbereitung brauchen. Heidi Zippel weiß das und erklärt deshalb wie alles abläuft. Da werden Schüler der vierten Klasse sogar den Licht-Technikern helfen und dafür sorgen können, dass es Nacht werden kann in der Turnhalle. Sie erzählt auch, was es zu hören gibt, vom Kammerton A, den die Oboe vorgibt, damit sich das Orchester einstimmt, bis zum Bann der Knusperhexe.

Schon in der Text-Vorlage, die Humperdincks Schwester verfasste, gibt es keine bösen Eltern, die ihre Kinder in den Wald schicken. Aber auch die pädagogischen Ansätze der früheren Jahrhunderte wie Ohrfeigen und den großen erhobenen Zeigefinger wollen die Opern-Leute weglassen. Die Fassung ist auf eine Stunde gekürzt und es wird nicht allein gesungen. Dialoge sind zum besseren Verständnis eingebaut. Aber Heidi Zippel verspricht auch: Die kleinen Zuschauer dürfen sich auf richtig große Oper freuen.

Dass das außerdem noch für richtig kleines Geld möglich wird, ist zum einen den Leipzigern zu verdanken, die pro Karte nur fünf Euro verlangen. Dank des Fördervereins der Grundschule sinkt der Preis sogar noch weiter auf ein Euro pro Kindernase.

Von Heike Liesaus

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