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Eilenburg Liemehnaer Ortsvorsteher fordert temporäre 30er-Zone
Region Eilenburg Liemehnaer Ortsvorsteher fordert temporäre 30er-Zone
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00:39 19.04.2018
In der Gemeinde Jesewitz wurde auch schon mit motivierenden Geschwindigkeitsanzeigen versucht, mehr Kraftfahrer zum Abbremsen zu bewegen. Quelle: Heike Liesaus
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Liemehna

Seit dem auf der S 4 zwischen Krostitz und Eilenburg gebaut wird und die Trasse deshalb voll gesperrt ist, führt die offizielle Umleitung über die Verbindungsstraßen über Liemehna und Mutschlehna. Deshalb fordert der Liemehnaer Ortsvorsteher Torsten Klinge jetzt eine 30er-Zone für die S 4-Bauzeit. „Das ist sonst unverantwortlich. Die bremsen einfach nicht ab. Das ist ein echtes Problem, wenn das noch bis Juni so gehen soll.“

10 000 Autos am Tag

Für einige Zeit war auch ein Verkehrszähl-Gerät installiert worden. Das registrierte innerhalb von zwei Tagen circa 20 000 Fahrzeugbewegungen, berichtete Ralf Tauchnitz (WV), Bürgermeister der Gemeinde Jesewitz und selbst Liemehnaer. „Es gab aber nur zwei Ausreißer mit Tempo 80.“ Die anderen Fahrer seien bei 50 bis 60 Kilometer pro Stunde geblieben. Es werde da bei den Genehmigungsbehörden vermutlich kein Handlungsbedarf gesehen. „Das ist aber trotzdem zu schnell und wird zur Gefahr“, so Torsten Klinge. Gemeinderat Frank Vetterlein aus Ochelmitz bestätigte: „Das Gerät hing ungünstig.“ 30 bis 40 Meter entfernt hätten sich seiner Ansicht nach noch ganz andere Messwerte gezeigt. Außerdem gebe es viele brenzlige Bereiche: „Wir haben drei Kreuzungen an der Strecke, die mit Verkehrsspiegeln ausgestattet sind. Die sind ohnehin ziemlich blind und jetzt gerade morgens beschlagen. Es ist verwunderlich, dass es nicht öfter kracht.“

Dauer-Ärger

Der Durchgangsverkehr in Liemeha, Ochelmitz und Gallen führte in vergangenen Jahren immer wieder zu Anwohner-Protesten. Es war schon oft auch in den Jesewitzer Ortschaften Gallen und Ochelmitz, die ebenfalls an der Strecke liegen gefordert worden, Tempo 30 auszuweisen. Doch das Gefahrenpotenzial hatte nicht ausgereicht. Polizei und Landratsamt hatten jeweils negative Stellungnahmen abgegeben.

Von Heike Liesaus

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