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Eilenburg Martin Luther wird auf Museumsnacht in Eilenburg geehrt
Region Eilenburg Martin Luther wird auf Museumsnacht in Eilenburg geehrt
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11:32 27.04.2017
Mitkurator Rigobert Möllers führt Besucher der Museumsnacht in die Sonderausstellung ein.   Quelle: Alexander Prautzsch
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Eilenburg

 500 Jahre Reformation 2017 setzen in Eilenburg bereits einen bedeutsamen Markstein. „Über den großen Reformator ist zwar schon viel bekannt“, räumte Rigobert Möllers, Mitkurator der Wanderausstellung „Martin Luther und der kulturelle Wandel im konfessionellen Zeitalter“ am Samstagabend beim Start in die nunmehr zehnte Museumsnacht an der Torgauer Straße ein. Belegte das gar mit Treffern im Internet: 112 Millionen zu Luther. Zum Vergleich: 12 Millionen bei Schlagerstar Helene Fischer.

Was einen der Ausstellungsmacher vom Thüringer Institut für Lehrerfortbildung „noch in gewissem Maße beruhigte“. Und dem Gast ist beizupflichten: Die Sonderschau vermittelt unterm Museumsdach zusätzlich zu den hier bereits bekannten Zeugnissen aus der Lutherzeit einen Blick auf die Probleme vor 500 Jahren – von heutigen zum Teil nicht so weit entfernt: Unter anderem auf die Zeit großer Wanderungen, als die Auseinandersetzung mit dem oder den Fremden anstand.

Ausgehend von einer aufgeschnittenen Stele, rund wie ein Baumstamm – die Luthers Welt mit den Ereignissen weltweit verknüpft – gruppieren sich wie „Stonehenge“, so Möllers, diverse Säulen. Auf ihnen werden Glaube und Freiheit, Kirche und Welt, Erziehung und Schule, Sprache und Kultur vor einem halben Jahrtausend greifbar gemacht und Parallelen zum Heute geknüpft. Für die nächste Generation übrigens auch multimedial an einem Screentouch-Terminal im wahrsten Wortsinn er-fass- und begreifbar.

Die Beigabe des Museums-Teams mit Daten und Fakten, da Luther bekanntlich mehrfach das Eilenburger Schloss besuchte oder in Sankt Nikolai oder Sankt Marien auch auf Eilenburgs Fortschritt Einfluss nahm, sollten in den nächsten Monaten, wenn Luther das Geschehen im Stadtmuseum bestimmt, zum Besucher-Pflichtprogramm gehören.

Die Sonderausstellung ist bis Ende Oktober in Eilenburg zu sehen. Um die komplexen Vorgänge des 16. Jahrhunderts besser zu verstehen, bietet das Stadtmuseum Schülern und anderen interessierten Gruppen ab zehn Personen museumspädagogische Programme und Führungen, auch zum Thema „Lutherstätten in Eilenburg“ an.

Service: Anmeldungen unter Telefon 03423 652222.

Von Karin Rieck

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