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Maschinenbauer Kinast - Von Eilenburg bis Florida und Dubai

Maschinenbauer Kinast - Von Eilenburg bis Florida und Dubai

Aus einer Halle an der Eilenburger Alexander-Monski-Straße, dem Gelände des ehemaligen Chemiewerks, gehen Maschinen nach Polen, Schweden, Lettland, Florida, Neuseeland, Australien, Russland und in die Emirate.

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Viel zu tun ist derzeit bei Kinast Maschinensysteme Eilenburg. Da wird es manchmal eng in der Halle, zeigt Geschäftsführer Gerd Kinast.

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg. Seit 15 Jahren gibt es die Kinast Maschinensysteme.

Vor anderthalb Jahrzehnten machte sich Gerd Kinast, damals 55-jährig, erst mit einem Konstruktionsbüro selbstständig, nachdem der Betonmaschinenbaubetrieb, in dem er die Konstruktion leitete, Insolvenz anmelden musste. "Wir merkten schnell, dass es allein als Büro nicht gut ging. Da war es günstig, dass gerade diese Halle zu haben war", erklärt der Diplomingenieur für Maschinenbau, der in Magdeburg studierte. Später wurde angebaut und auch das Hochwasser 2002 war zu überstehen. In der Produktion stand das Wasser 60 Zentimeter hoch. "Wenn die Mannschaft nicht wäre, ginge das nicht", lobt Kinast sein 20-köpfiges Team, zu dem Konstrukteure und Schlosser gehören. Betonwerksausrüstungen und Sondermaschinen werden entwickelt und gefertigt. "Wir sind zum Beispiel Spezialisten für Batterieformschalung", erklärt er. Das sind die Maschinen, in denen Betonfertigteile nicht waagerecht, sondern senkrecht gefertigt werden. Was zwei glatte Seiten ergibt.

"Wir sind schuldenfrei, aber nicht reich", sagt Kinast. Schlaflose Nächte seien aber durchaus inklusive. "Wir machen Sachen, die anderen zu knifflig sind. Da verdient man nicht so viel Geld damit." Durststrecken gehörten dazu. Aber dann fragte ein Auftraggeber aus Österreich an "und wir hatten alle Mitbewerber ausgestochen, weil wir das beste technische Konzept hatten", freut sich Kinast. "Wir arbeiten mit vielen Forschungsgruppen gut zusammen."

Stolz ist er auch auf die speziell entwickelte Weichenschalung, mit der für den Gleisbau nötige Betonteile mit Toleranzen im Bereich von Zehntelmillimetern hergestellt werden können. Selbst beim neuen Schiffshebewerk Niederfinow haben die Eilenburger Maschinenbauer ihre Hände im Spiel. Sie liefern die Form für die Gegengewichte. "Eines davon wiegt 43 Tonnen. Das muss fast aufs Kilo genau stimmen. Die müssen 192 Stück produzieren", erklärt Kinast schmunzelnd.

Gerade sind insgesamt 84 Meter lange Formen für Riegelstützen, wie sie in Hallen eingesetzt werden, in Arbeit. Die werden nach Russland geliefert. Nun ist er 70 und denkt nicht ans Aufhören: "Weil es Spaß macht. Wie alt ist der neue Papst? Wie alt der Bundespräsident? Meine Mutter ist 101 Jahre und lebt noch im eigenen Haushalt."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.04.2013

Heike Liesaus

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