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Mechanik Taucha Fördertechnik auf Expansionskurs

Mechanik Taucha Fördertechnik auf Expansionskurs

Die Mechanik Taucha Fördertechnik ist auf dem Gewerbegebiet in Jesewitz, wo sie seit 1999 ansässig ist, weiter auf Expansionskurs. Erst im Oktober wurde, wie berichtet, die neue Logistikhalle übergeben, nun hatten die Gemeinderäte in ihrer Dezember-Sitzung bereits über den Bauantrag für eine weitere Halle zu befinden.

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Diese Träger werden bei der Mechanik Taucha Fördertechnik für die Kräne zusammengeschweißt.

Quelle: Mechanik Taucha Fördertechnik

Jesewitz. Das Ziel: höhere Effizienz durch mehr Platz. Künftig können zudem in Jesewitz gebaute Krane bis zu 100 Tonnen heben. Bisher waren Geräte mit maximal 80 Tonnen Hebekraft möglich.

Es kommt also noch einmal eine 1320 Quadratmeter großen Halle dazu, erläutert Olaf Brauer, geschäftsführender Gesellschafter bei Taucha Mechanik, gegenüber der LVZ. Das Gebäude werde nur ein klein wenig versetzt angebaut. "Das spart Kosten", so Brauer. Statt 1,3 Millionen werden bei diesem "Zwilling" eine Million Euro investiert. Die zwei Hallen, die jeweils einem Fußballfeld Raum böten, garantierten Bewegungsfreiheit, um die technologischen Abläufe beim Kranbau komplett umzustellen.

In der alten Halle läuft dann nur noch der Zuschnitt der Blechteile, die in der neuen Zwillingshalle zu Trägern zusammengesetzt und geschweißt werden und danach ihre Farbgebung erhalten. In der im Oktober fertiggestellten Logistikhalle werden die Kräne montiert und komplettiert. Damit wären künftig ein Drittel weniger Durchlaufzeit und somit ein Vorteil am Markt zu erzielen, erklärt Brauer den Zweck der Neuerungen. Tatsächlich ruft während des LVZ-Gesprächs gerade die Kalkulationsabteilung an, fragt bei Brauer nach, ob mit 18-Tonnen-Teilen gearbeitet werden kann. Genau das ist schon jetzt möglich. In der alten Halle konnten bisher maximal 12,5 Tonnen bugsiert werden, in den neuen Hallen konnten und können nun auch die Kranbauer Einzelteile montieren, die bis zu 25 Tonnen wiegen.

Aber es gibt auch Investitionen jenseits der Millionen-Beträge, die die Augen des Firmenchefs leuchten lassen: "Seit Beginn des Jahres arbeiten wir mit der Traktortechnologie." Die "Traktoren" entpuppen sich als kleine Geräte, die in der Lage sind, quasi selbstständig zig Meter lange Schweißnähte zu ziehen, ohne abzusetzen. Sonst mussten links und rechts - damit sich die Träger nicht verziehen - zwei Männer in abnormaler Position drei Stunden lang daran arbeiten. Das fällt weg. Es ist nur noch Überwachung nötig, es geht doppelt so schnell und die Schweißnähte sind glatter. Der schweißende Mensch dagegen muss ab und an absetzen, es entstehen Unebenheiten, die später abgeschliffen werden müssen. Bei großen Herstellern, mit denen die Jesewitzer auch konkurrieren, werden dafür riesige Maschinen eingesetzt, die makellose Nähte produzieren. Die "Traktoren" haben indes gerade mal Kettensägen-Format, kosteten jeweils vierstellige Beträge.

"Der Kunde bekommt ein Produkt, dessen Qualität hochwertig ist und das die gesamten Anforderungen erfüllt, die er gewünscht hat", erklärt Brauer und ist froh, diese Lösung, die japanische Ingenieure entwickelten, entdeckt zu haben. Die Mitarbeiter seien anfangs skeptisch gewesen. Aber nun wollen sie die Traktoren nicht mehr hergeben. Im Betrieb sei schließlich sogar noch eine Vorrichtung entwickelt worden, mit der ab sofort auch die Kranschienen für die Laufkatzen effektiv angeschweißt werden können.

Übrigens: Die Jesewitzer Gemeinderäte haben dem erneuten Bauantrag zur Erweiterung des 70 Mitarbeiter zählenden Unternehmens zugestimmt. Der Grund und Boden für die neue Halle ist bereits vorbereitet. Er wurde verdichtet und die Drainage ist verlegt. Die Grundplatte soll dann im April gegossen werden, das Projekt im Oktober vollendet sein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.12.2013
Heike Liesaus

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