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Eilenburg Mehr Sicherheit für Schulkinder in Hohenprießnitz
Region Eilenburg Mehr Sicherheit für Schulkinder in Hohenprießnitz
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16:45 07.11.2016
Mitarbeiter von Straßen- und Tiefbau Eilenburg übergeben die neue Bushaltestelle in Hohenprießnitz besenrein. Die Durchfahrt ist nur noch für den Schulbus erlaubt. Quelle: Karin Rieck
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Hohenprießnitz

Ein trüber, nasskalter Novembertag. Doch in der Hohenprießnitzer Schulstraße wird am Montag getanzt und gesungen. Die Grundschülerin Kim Knoblich, Tochter des für diesen Teil der Straße zuständigen Planers, und die Schul-Streitschlichter Melina Kopsch und Max Kossendey dürfen das symbolische grünweiße Band, das über die Straße gespannt ist, durchtrennen. Nach knapp zwei Monaten Bauzeit wandelte sich für rund 115 000 Euro, zu 90 Prozent gefördert, zwischen Grundschule und Hort das Stück Schulstraße. Der Bus darf hier, entlang der neuen, barrierefreien Haltestelle, noch durch. Der „normale“ Fahrzeugverkehr muss vor den Sackgassen bis zum Schulparkplatz und ins Ortszentrum mit Einkaufsmarkt, Bank und Arztpraxis wenden. Was im Zscheppliner Ortsteil Verkehrsströme ändert. Und den Kreuzungsbereich Noitzscher Straße / B 107 auf den Prüfstand stellt. Hier fordern Einheimische mehr Einblick mit einem Verkehrsspiegel.

Chance auf Fördermittel

Zunächst erinnerte Bürgermeisterin Roswitha Berkes (parteilos) an die Chance, die sich mit der Abwasserbaustelle in der Schulstraße für die Umsetzung der EU-Behindertenrechtskonvention sowie der anstehenden Novelle des Schulgesetzes bezüglich der Pläne, Schule und Kita als integrative Einrichtung zu führen, ergab. Die Gemeinde reagierte schnell, beauftragte das Büro Knoblich mit der Überplanung der Schulstraße samt barrierefreiem Busstopp. Gemeinsam mit Gemeinderat, Hort, Grundschule, Polizei, Busunternehmen und Ordnungsamt ist die gestalterische, aber vor allem auch funktionale Aufwertung der Schulstraße vom trennenden zum verbindenden Element zwischen Hort und Schule nicht zu übersehen. „Was für die Bewegungen und die Sicherheit von 111 Hortkindern zwischen der Schule und der Hort-Außenstelle von erheblicher Bedeutung ist“, betonte Kita-Leiterin Heike Streubel. Von Anfang an seien die Kindereinrichtungen einbezogen gewesen, ergänzte Schulleiterin Veronika Fuchs. Und ernannte ihre Schützlinge zu „kleinen Detektiven“. Wer sich im gesperrten Bereich hinterm Steuer nicht an die Regeln halte, darf sich der kritischen Blicke des Schul- und Hortteams gewiss sein.

Noch mal Thema im Ortschaftsrat

Die massive Kritik, die der Ortsvorsteher jüngst im örtlichen Vereinsring bezüglich der Auswirkungen auf die genannte Kreuzung einen Block weiter einstecken musste, habe ihn überrascht, so Erhard Naumann am Rand des gestrigen Zeremoniells. Er hätte dort nur erläutern wollen, was bisher für mehr Sicherheit von der Abzweigung Noitzscher Straße auf die Ortsdurchfahrt der Bundesstraße unternommen werden konnte und was nicht geht. „Das Thema wird in der nächsten Ortsratssitzung am 6. Dezember noch einmal eine Rolle spielen.“ Auch die Verwaltung, so Michael König, Chef des Verwaltungsverbandes, stehe mit dem zuständigen Straßenamt in Leipzig dazu in Kontakt.

Von Karin Rieck

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