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Mehr Übernachtungen in Dübener und Dahlener Heide

Tourismus Mehr Übernachtungen in Dübener und Dahlener Heide

Sandra Brandt, Geschäftsführerin des Tourismusvereines „Sächsisches Heideland“ zog zur Mitgliederversammlung eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2015. Im Bereich der Leipzig Tourismus und Marketing, die sowohl Dahlener als auch die Dübener Heide mit vermarktet, konnte bei den Übernachtungen ein Plus verzeichnet werden.

Trotz vieler Wegweiser: Die Anzahl der Wanderziele und Attraktionen in der Dahlener Heide ist noch ausbaufähig.

Quelle: Dirk Hunger

Belgern. Sandra Brandt, Geschäftsführerin des Tourismusvereines „Sächsisches Heideland“ zog zur Mitgliederversammlung Anfang des Monats eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2015. Im Bereich der Leipzig Tourismus und Marketing (LTM), die sowohl Dahlener als auch die Dübener Heide mit vermarktet, konnte bei den Übernachtungen ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Für das sächsische Heideland liege dieser Wert sogar bei fünf Prozent.

Bad Düben und Dahlen unter den Gewinnern

Allerdings sei ein steter Aufwärtstrend nicht garantiert und verlaufe die Entwicklung in einigen Kommunen anders. Im Vergleich der Übernachtungszahlen der ersten Halbjahre 2015 und 2016 gehen die Zahlen in Cavertitz, Oschatz und Wermsdorf deutlich nach unten. Lediglich Dahlen könne einen Zuwachs von 77 051 auf 79 246 Übernachtungen verzeichnen. Insgesamt sei im Heideland die Zahl der Übernachtungen in diesem Zeitraum um 0,7 Prozent gesunken. Dafür gäbe es zum Teil statistische Effekte. Die Entwicklung ist nach Ansicht der Geschäftsführerin „kein Grund zur Aufregung“. Zu den Gewinnern gehören übrigens Bad Düben und Belgern-Schildau. Nach Einschätzung von Eike Petzold, Bürgermeisterin der vor drei Jahren gebildeten Heidestadt, ist dieser Zuwachs jedoch nur in Schildau zu spüren. Der Tourismus entlang des Elberadweges, von dem Belgern lebe, stagniere. Die Torgauer Bürgermeisterin Romina Barth sieht die 2015 erreichte Zahl von 15144 als Effekt der nationalen Sonderausstellung zu Martin Luther. Uta Moritz, Geschäftsführerin der Oschatzer Freizeitstätten GmbH, vermutete, dass sich die Unwägbarkeiten in Zusammenhang mit dem Erlebnisbad „Platsch“ auf die Besucherzahlen niederschlagen. Zumindest sei die Nachfrage nach Kapazitäten im benachbarten Europäischen Jugendcamp gesunken.

Kinospot wegen Sachsen-Image gestoppt

Nach den statistischen Zahlen erläuterte Sandra Brandt die Marketingaktivitäten der LTM insgesamt und für das Sächsische Heideland im Jahr 2015. Die LTM habe in jenem Jahr zwei Gastgeberverzeichnisse, vier Gästemagazine sowie Ausflugplaner herausgegeben. Sie sei auf Messen in Stuttgart, Utrecht, Wien, Amsterdam sowie der Internationalen Tourismusbörse Berlin vertreten gewesen und habe einen Informationsstand beim „Tag der Sachsen“ betreut. Seit 2015 sei das neue Internetportal der Marke Leipzig Region mit der Stadt, dem Neuseenland, dem Heide- und dem Burgenland online. Das Heideland sei dort seit Mai 2016 mit einem eigenen Bestellshop und Downloadcenter vertreten.

Im vergangenen Jahr habe die LTM einen 48 Sekunden langen Kinospot produziert, um Leipzig und sein Umland zu bewerben. Von den ursprünglichen Plänen, ihn in Teilen Bayerns einzusetzen, habe man aber aufgrund des schlechten Sachsen-Images zunächst Abstand genommen. Der Werbefilm sei dennoch in 40 Kinosälen gelaufen – vor allem in Thüringen. Sein Einsatz in Bayern steht im Marketingplan 2017. Er soll dann von Radio- und Plakatwerbung flankiert werden. Aber auch in Thüringen habe die Kinowerbung Effekte gezeigt, was sich an der Nachfrage nach Informationsmaterial ablesen lassen habe.

Beteiligung an Grüner Woche

Im Anschluss stellte Sandra Brandt den Marketingplan 2016 sowie einen Entwurf für 2017 vor. Dieser muss noch durch die Mitgliederversammlungen der anderen Tourismusvereinen und vom Tourismusverband Sächsisches Burgen- und Heideland gebilligt werden. Vorangestellt ist ihm eine Analyse der Stärken und Schwächen. Laut Angaben der Geschäftsführerin hat die Marke „Leipzig Region“ national inzwischen einen Bekanntheitsgrad von 60 Prozent erreicht. „Bisher nicht überragend“ sei der Anteil ausländischer Touristen. Bedeutendste Herkunftsländer – und auf diese konzentriere man sich mit den Marketingmaßnahmen bisher und künftig – seinen die Niederlande, Österreich und die Schweiz. Steigendes Interesse sei auch bei Gästen aus der Tschechischen Republik zu spüren. Skeptisch sei sie hingegen, was die Statistik zu Touristen aus Polen aussage. Hier hält es Sandra Brandt für wahrscheinlich, dass sich hinter dieser Zahl viele in der Region tätige Monteure verbergen.

Der Entwurf der Marketingkonzeptes 2017 sieht vor, dass sich die LTM, wie schon 2016, an der Grünen Woche in Berlin beteiligt. Die Gelegenheit, dort Kontakte zu knüpfen, sei „gar nicht so schlecht“. Man habe die Chance, im kommenden Jahr Partnerregion am Sachsenstand zu werden. Allerdings suche man dafür noch Anbieter aus der Ernährungswirtschaft, die dort mit auftreten. Zu den Marketingvorhaben, die die LTM gemeinsam mit den Teilregionen 2017 plant, gehört die Werbung auf insgesamt 150 000 Aktionstüten im Einzelhandel in Bayern, Thüringen und Berlin. Dabei hat die Geschäftsführerin des Vereins insbesondere den Buchhandel und Museumsshops im Blick.

Anonyme Tester

Nach Mitgliederzuwächsen und einer Neuregelung kann der Tourismusverein „Sächsisches Heideland“ erstmals wieder mit eigenen Mitteln in nennenswerter Größenordnung rechnen. Die Beiträge der Mitgliedskommunen werden jetzt nahezu komplett für die Personalkosten und das Marketing an die LTM durchgereicht. Beiträge nichtkommunaler Mitglieder verbleiben im Verein. Dazu gehört unter anderem der 2016 neu aufgenommene Seehof Döllnitzsee in Wermsdorf. Außerdem stehen dem Verein ab kommendem Jahr je Euro Mitgliedsbeitrag fünf Cent zu. Sandra Brandt regte an, diese Mitteln für die so genannten Stadtvisiten einzusetzen. Dabei sollen anonyme Tester die touristischen Dienstleister, unter anderem die Tourist-Informationen, unter die Lupe nehmen.

Die Vereinsmitglieder diskutierten außerdem über die Probleme bei der Besetzung kommunaler touristischer Einrichtungen mit Fachpersonal, das Konzept zur besseren Erlebbarkeit der Mulde und die Möglichkeit, Hotelbuchungen über das Internetportal der LTM vorzunehmen. Das sei direkt dort oder über Verlinkung der Internetseite der Hotels mit jener der LTM möglich. Im Gegensatz zu den Hotelportalen bleibe damit der Umsatz in der Region.

Von Axel Kaminski

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