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Mehrheit gegen Erweiterung

Mehrheit gegen Erweiterung

Die Biogasanlage im Jesewitzer Ortsteil Gordemitz wird nicht um Lagerflächen nebenan erweitert. Mit knapper Mehrheit erteilte der Gemeinderat jetzt dem Antrag zur Aufstellung des Bebauungsplanes Gewerbegebiet Nr.

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Die Biogasanlage Gordemitz ist weiter gewachsen.

Quelle: Heike Liesaus

Jesewitz. II "Am Milchberg" eine Absage. Wie berichtet, soll die Anlage, die derzeit gebaut wird, zum Jahresende in Betrieb gehen. Mit den Lagerflächen für Ein- und Aus-gangsstoffe in der Nähe - oder eben nicht.

"Vor zwei Jahren hatten wir das Thema schon einmal", so Bürgermeister Ralf Tauchnitz (WV). "Damals war aber ein Logistikzentrum 115 Meter vom Ortsrand entfernt geplant." Auf einem Areal neben der Anlage, das nun 800 Meter von Gordemitz und 1,5 Kilometer von Weltewitz entfernt ist, und das die industrielle Hühnermast zu DDR-Zeiten als sogenannte Güllelagune genutzt hatte, sollten nun zwei weitere Behälter mit 35 Meter Durchmesser sowie ein Fahrsilo entstehen, erläuterte Gerd Zelent von der AC Biogasanlage Gordemitz.

Zum einen soll in der Anlage der in der Region anfallende Hühnermist zur Gaserzeugung verwertet werden, 14000 Tonnen jährlich, vor allem werden aber große Anteile an Pflanzenmasse, Mais-, Gras- und Ganzpflanzensilage benötigt. Von rund 56000 Tonnen insgesamt pro Jahr ist die Rede. Vor allem die hohe Zahl der Transporte über die Bundesstraße 87, die dann auf die enge Privatstraße einbiegen müssen, oder sich gar von der B 107 aus über Dörfer wie Wöllmen schlängeln könnten, geriet in die Kritik, ebenso der Sinn solcher riesigen Anlagen überhaupt. Allerdings liege für all das bereits die Genehmigung vor. Thema sei allein die Lagerfläche, betonte Kathrin Fliege von der AC Biogasanlage. Im Vorfeld sei auch bei den zuständigen Behörden nachgefragt worden, ob die Lagerung genehmigungsfähig sei. Es habe prinzipiell grünes Licht gegeben, aber es müsste eine Bauleitplanung erfolgen, bei der in der ersten Runde sämtliche Stellungnahmen angefordert werden. "Danach können wir entscheiden, ob es sich für uns überhaupt unter den gestellten Auflagen lohnt." An diesem Abend entscheide sich aber, ob "wir an dieser Stelle überhaupt planen dürfen".

Der Tagesordnungspunkt war als frühzeitige Bürgerbeteiligung ausgewiesen. Anwohner aus Weltewitz bezweifelten vor allem, dass sie ohne Geruchsbelästigung davonkommen würden, auch wenn die Silos abgedeckt werden müssen. Stefan Bär (WV Pehritzsch) kritisierte: "Sowas kann sich nicht rechnen." Zelent hielt dagegen: "Das ist keine EEG-Anlage." Sie bekomme also keine Förderungen über das Erneuerbare Energien Gesetz. "Die Gaseinspeisung unterliegt dem freien Markt." - Er habe Bauchschmerzen mit so großen Vorhaben. "Da ist der Ärger programmiert", so Torsten Klinge (WV), der noch einmal darauf hinwies, dass bisher keine Absicht besteht, die Gewerbesteuern an Jesewitz zu zahlen. Sitz der AC Biogas Gordemitz ist in Chemnitz und sie gehört zur in Münster ansässigen AC Biogas GmbH. "Wir hatten doch selbst vor zwei Jahren darauf hingewiesen, dass die Lagerung an diese Stelle gehört", argumentierte Wilfried Radig (FWG) indessen pro B-Plan. Allerdings fand sich dafür keine Mehrheit. Am Ende stimmten vier Räte für und fünf gegen die Aufstellung. Drei enthielten sich der Stimme.

Gerd Zelent und Kathrin Fliege von der AC Biogasanlage reisten enttäuscht nach Chemnitz zurück. Die Verhandlungen mit der Sachsen-Ei, der die Fläche gehört, war umsonst. "Schließlich hatte uns die Gemeinde gesagt: Warum baut Ihr das nicht gleich daneben?" Am Ende ändere sich aber wenig. Die Transporte würden nun nur in anderen Zeiträumen erfolgen und die Lagerung der Materialien bei den Erzeugern.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.05.2014
Liesaus, Heike

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