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Eilenburg Mieter sauer: Gerüst am Nordring steht seit anderthalb Jahren
Region Eilenburg Mieter sauer: Gerüst am Nordring steht seit anderthalb Jahren
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00:34 24.02.2018
Das Gerüst am Eilenburger Nordring 52 steht schon über einem Jahr, ohne dass etwas passiert. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg/Oschatz

Ein neues Dach, eine saubere Fassade. Normalerweise sollten Mieter nichts dagegen haben, wenn an ihrem Haus mal ein Gerüst steht. Dem Stadtbild steht eine solche Renovierungen ebenfalls gut zu Gesicht. Aber Mieterin Ramona Lerch ist genervt. Denn an ihrem Haus am Nordring 52 steht die Konstruktion aus Brettern und Stahlrohren seit langer Zeit: „Am 14. September 2016 wurde an unserem Haus ein Baugerüst errichtet, welches bis zum heutigen Tage steht. Außer der Neueindeckung des Daches im März/April 2017 ist leider bislang nichts mehr geschehen“, erklärt sie. „Es ist in meinen Augen unverantwortlich, diesen Zustand noch länger zu dulden.“ Bei der Nachfrage bei der Vermietergesellschaft MTS in Oschatz heißt es: Kein Kommentar. Die Geschäftsführerin sei dieser Tage nicht zu sprechen. Es nervt einfach, da das Gerüst nur noch zur Schau da steht. Für sie sei der Vermieter nicht erreichbar, klagt Ramona Lerch.

Renovierungsbedarf

Der Wohnblock hat offenbar nach der Wiedervereinigung schon mal eine Fassadensanierung erlebt. Er macht vor allem wegen der Balkone, deren Brüstungen rosten, einen renovierungsbedürftigen Eindruck. Immerhin gehören diese Quartiere zu den preiswerten. Ein großer Teil der Wohnungen ist auch für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung gestellt. Ramona Lerch will jedenfalls nicht weg. Mit ihrem Ehemann wohnt sie seit Juni 2002 hier. Hat sogar die damalige Augustflut mitgemacht. „Früher waren das hier Armeewohnungen.“ Hinten ist der Mühlgraben und viel Grün in der Nähe, auf der anderen Seite ist das Stadtzentrum gut zu erreichen. Beim Nachsehen vor Ort erzählt eine andere Mieterin, die gerade auf einem Balkon im Erdgeschoss raucht, dass das Gerüst ihr Sicherheitsgefühl beeinträchtigt.

Klappern im Sturm

Immerhin entstehen erhebliche Beeinträchtigungen für die Bewohner, so auch Ramona Lerch. So könnten zum Beispiel wegen der Einbruchsgefahr die Fenster nicht wie sonst geöffnet bleiben. Außerdem spritzt Dreck hoch, die Scheiben und Rahmen werden schmutziger als sonst. „Ich fühle mich durch das aufgestellte Gerüst eingeengt und bei jedem Sturm ist es unerträglich. Das Gerüst klappert beängstigend. Es ist wie gesagt einfach nur nervig.“ Ramona Lerch hat schon seit vielen Wochen auf einen Zettel im Hausflur gehofft, der weitere Arbeiten am Haus ankündigt. Vielleicht kommt er noch.

Von Heike Liesaus

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