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Mit Kalaschnikow Eilenburger Jobcenter bedroht

Mit Kalaschnikow Eilenburger Jobcenter bedroht

Mit der berüchtigten Maschinenpistole Kalaschnikow wolle er alle Mitarbeiter im Leistungsteam des Jobcenters Eilenburg erschießen. Das hatte ein frustrierter Oschatzer am 23. Januar telefonisch angekündigt.

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Die Maschinenpistole Kalaschnikow ist die am meisten produzierte Handfeuerwaffe weltweit.

Quelle: web

Kreisgebiet. Für diese Drohung muss der 54-jährige Familienvater jetzt 1000 Euro Geldstrafe zahlen.

Ein Telefonat mit der Servicehotline des Jobcenters Eilenburg brachte bei dem Oschatzer am 23. Januar das Fass zum Überlaufen. Das Bearbeiten seines Antrages zur Weiterbewilligung von Leistungen im Jobcenter dauere viel zu lange, entrüstete sich der 54-Jährige und drohte schließlich, alle Mitarbeiter im Leistungsteam mit einer Kalaschnikow zu erschießen. Eine Drohung, die von den Mitarbeitern der Behörde ernst genommen und an die Polizei weitergeleitet wurde.

Am Abend desselben Tages stürmte daraufhin ein Sondereinsatzkommando (SEK) der Polizei die Wohnung des Familienvaters. Eine Maschinenpistole fanden die Beamten dort allerdings nicht, sondern lediglich ein ungefährliches Feuerzeug in Form einer Waffe. "Der Beschuldigte hat in seiner Vernehmung die Tat eingeräumt und mitgeteilt, dass es ihm leid tue", informierte Ricardo Schulz gestern auf Anfrage. Nach Angaben des Oberstaatsanwaltes bei der Staatsanwaltschaft Leipzig hat die Ermittlungsbehörde einen Strafbefehl wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten gegen den Oschatzer beantragt, der bis dahin nicht polizeiauffällig gewesen war. "Es kommt nicht darauf an, ob der Täter tatsächlich die Umsetzung seiner Ankündigung hätte wahr machen können oder wollen, es reicht aus, dass er dieses dem anderen gegenüber vortäuscht", erläutert Oberstaatsanwalt Schulz den Tatbestand einer Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.

Das Amtsgericht Torgau hat den Strafbefehl schließlich erlassen. Da der reumütige Angeklagte keinen Einspruch dagegen einlegte, ist der Strafbefehl rechtskräftig. Der Oschatzer muss somit die 1000 Euro bezahlen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.09.2013

Frank Hörügel

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