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Mit Mülltüten, Eimern und Kettensägen: Eilenburgs Angler räumen auf

Umwelttag Mit Mülltüten, Eimern und Kettensägen: Eilenburgs Angler räumen auf

Die Mitglieder des Eilenburger Sportfischervereins Petri Heil haben am Wochenende die Ufer rund um ihre Angelgewässer gepflegt. Mit Eimern, Mülltüten, Äxten und Kettensägen rückten sie am Alsengewässer und am Stadtparkteich an.

Beim Umwelttag treffen sich die Mitglieder des Sportfischervereins Petri Heil Eilenburg, um das Grün rund um die Insel Alsen zu pflegen und zu säubern.

Quelle: Steffen Brost

Eilenburg. Einmal im Jahr ist Umwelttag bei den Mitgliedern des Eilenburger Sportfischervereins Petri Heil. Die Anglerinnen und Angler nutzen die sachsenweite Aktion, um an den Ufern ihres Vereinsgewässers und benachbarter Seen jede Menge Unrat zu sammeln und das Grün zu pflegen. „Unseren Verein gibt es seit 1971. Aktuell haben wir 77 Mitglieder, darunter auch eine Jugendgruppe mit neun Leuten. Jeder Verein in Sachsen hat ein bis zwei Gewässer, die er betreut, also auch pflegt. Bei uns sind es das Alsengewässer und der Stadtparkteich am Tierpark. Der Stadtparkteich ist das Domizil unserer Jugendlichen, die sich intensiv um die Pflege dort kümmern. Immer in enger Zusammenarbeit mit Stefan Teuber vom Tierpark“, erzählte Vereinsvorsitzender René Wagner.

Der zehnte Umwelttag

Zum zehnten Mal, so rechnete Wagner aus, trafen sich die Angler mittlerweile zum Umwelttag. Schwer bewaffnet mit Eimern, Mülltüten, Axt und Kettensägen. Denn nur so ist dem Dickicht rund um das 3,51 Hektar große Alsengewässer beizukommen. „Wir reinigen die Zuflüsse, schaffen den Müll raus und schneiden die zugewachsenen Angelplätze rund um das Gewässer wieder frei. Damit wir wieder schön angeln können“, so Wagner weiter. Auch diesmal waren wieder etwa 30 Frauen und Männer im Süden Eilenburgs auf Achse. Säckeweise holten sie die Hinterlassenschaften eines Jahres aus ihrem Gebiet.

„Wir haben da schon alles gefunden. Vom Fernseher bis zum Kühlschrank. Viele fahren sogar Bauschutt oder ihren Hausmüll weg und lassen ihn in der Natur einfach liegen“, schimpft Wagner weiter. Deswegen hat der Angelverein in der Vergangenheit auch zahlreiche Kontrolleure ausbilden lassen, die hier auf Streife gehen, um die Müllsünder zu ertappen und anzuzeigen. Dabei greifen sie auch oft genug Schwarzangler ohne Fischereischein auf. Die werden verwarnt und registriert.

Jedes Mitglied muss mit ran

Geangelt wird an dem See das ganze Jahr über. Regelmäßig ziehen die Mitglieder dann Hechte, Barsche, Aale, und Karpfen heraus. „Wer angeln will, muss bei uns aber auch arbeiten. Entsprechend unserer Satzung muss jedes Mitglied fünf Arbeitsstunden pro Jahr für den Verein ableisten. Für die meisten stellt das kein Problem dar. Wer die Stunden nicht schafft, muss dafür eine geldliche Leistung abgeben“, so Wagner. In Sachen Umweltpflege arbeiten die Angler auch mit der Regionalgruppe Eilenburg des Naturschutzbundes Sachsen zusammen. Am Umwelttag war deren Vorsitzender Thomas Krönert mit drei Vereinsmitgliedern zwischen Bad Düben und Eilenburg im Naturschutzgebiet unterwegs. Sie kontrollierten an den Ufern die Fischereischeine der Angler.

Jugendliche rackern am Stadtparkteich

Nur einen Katzensprung vom Alsensee entfernt rackerten die Jugendlichen des Vereins. Sie räumten mit Jugendwart Jörg Teichmann rund um den Stadtparkteich auf. Und förderten zahlreiche Hinterlassenschaften der Spaziergänger zu Tage. „Wer angeln will, muss auch Ordnung schaffen. Aber das macht unser Nachwuchs gerne. Deswegen helfen sie auch beim Umwelttag mit. Erst vor kurzen haben einige ihren Jugend-Sportfischerschein abgelegt. Alle haben bestanden“, ist Jugendwart Teichmann stolz. Auch Sohnemann Pascal ist vom Angelfieber seines Vaters angesteckt und hat das Hobby lieben gelernt. „Das ist der Ausgleich zum gehetzten Alltag. Mein Sohn ist dadurch viel ruhiger geworden. Und vielleicht übernimmt er in zwei Jahren dann mal meine Funktion“, hofft Teichmann Senior. Bis zum Nachmittag wurde an den Ufern der Gewässer gearbeitet. Danach trafen sich alle zum gemütlichen Teil des Umwelttages und der Grill wurde angeworfen.

Von Steffen Brost

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