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Mit nur einem Koffer für sechs Jahre nach Dublin

Mit nur einem Koffer für sechs Jahre nach Dublin

Nach sechs Jahren in Irland, auf der grünen Insel der Kontraste, hat die Doberschützerin Susann Albrecht dann doch ihre Freunde und die Familie zu Hause sehr vermisst.

Doberschütz. Seit diesem Monat ist die 32-Jährige wieder in der Heimat. "Es war keine einfache Entscheidung", blickt die Fachangestellte für Bürokommunikation dieser Tage zurück. "Ich hatte Land und Leute auch dort sehr lieb gewonnen."

An die deutsche Mentalität müsse sie sich erst wieder gewöhnen, nachdem sie so lange "in einem so entspanntem Land" gelebt hat. "Als ich im Oktober 2007 für ein Jahr nach Irland ging, um meine Englischkenntnisse etwas aufzubessern, dachte ich nicht, dass daraus sechs Jahre werden würden", erzählt die junge Frau. Die Insel habe sie schon immer interessiert. "Als ich 2005 das erste Mal nach Dublin flog, um an einer Sprachschule für drei Wochen Englisch-Grundkenntnisse zu erlernen, wusste ich, dass ich unbedingt nach Irland zurückkehren musste. Was ich dann auch im Oktober 2007 tat."

Mit einem Koffer flog die junge Frau nach Dublin, ungewiss, was die Zukunft bringen würde. Geplant waren ein Jahr Auslandserfahrung und bessere Sprachkenntnisse. Zunächst war sie fünf Wochen in einem Hostel zu Hause, denn in Irland bekommt man ohne Arbeit keine Wohnung, berichtet die Doberschützerin. "Zum Glück lernte ich schon am Tag meiner Ankunft im Hostel zwei Mädels aus Deutschland kennen, die die gleichen Pläne wie ich verfolgten." Die Arbeitssuche sei nach einigen Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen schon nach vier Wochen erfolgreich gewesen. Mit der Anstellung bei einem bekannten amerikanischem Unternehmen in der Kundenbetreuung habe sie sich dann auch um eine Wohnung bemühen können. "Das zwar günstige Hostel-Leben ist auf Dauer anstrengend, wenn man sich jede Nacht mit 23 anderen ein Raum teilen muss."

Durch die Arbeit lernte Annett Albrecht viele Leute kennen - auch aus anderen Ländern, um in Irland Erfahrungen zu sammeln. "Wir unternahmen viel, gingen nach der Arbeit in Pubs oder besuchten Sehenswürdigkeiten wie das Guinness Store House, die Jameson Distillery, Newgrange oder fuhren an langen Wochenenden durchs Land", erzählt sie weiter. Das Fahren auf der linken Seite sei anfangs gewöhnungsbedürftig gewesen. Aber ich gewöhnte mich schnell daran" So entdeckte die 32-Jährige nicht nur viele namhafte Orte. "Ich habe die Iren dabei als gelassene Menschen kennengelernt die gern in Pubs gehen und stolz auf ihr Land sind." Obwohl die Iren es zurzeit wegen der Rezession nicht einfach hätten. "Sie sind dennoch Lebemenschen, genießen jeden Tag, machen das Beste daraus und vergessen beim Guiness auch mal für einige Stunden ihre Sorgen. Dann nehmen sie ihre Musikinstrumente, spielen ein paar irische Volkslieder, singen und tanzen." Das kannte Susann Albrecht aus Deutschland so nicht.

All diese Erfahrungen möchte sie nicht missen. Ohne die Unterstützung der Familie und von Freunden hätte sie diese nicht machen können.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.10.2013
Rieck, Karin

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