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Mitnetz Strom investiert 2,7 Millionen Euro in Nordsachsens Stromnetz

30 Projekte Mitnetz Strom investiert 2,7 Millionen Euro in Nordsachsens Stromnetz

Mitnetz Strom will den kommenden Monaten 2,7 Millionen Euro in der Region um Eilenburg-Delitzsch investieren. Insgesamt sind 30 Projekte fürs Mittel- und Niederspannungsnetz geplant. Dabei werden unter anderem eine neue Stromtrassen bei Eilenburg, aber auch Kabel im Krostitzer Ortsteil Zschölkau und im Doberschützer Ortsteil Sprotta-Siedlung verlegt.

Marco Heilmann (links), zuständig für Umspannwerke, und Uwe Härling, Leiter Netzregion Westsachsen, stellen die Pläne für Eilenburg vor.

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg. Klar, Strom kommt nicht einfach aus der Steckdose. Mittlerweile wird immer wichtiger, ob er aus Kohle, Öl oder Sonne, Wind und Wasserkraft gewonnen wird. Doch für Uwe Härling und Marco Heilmann sind vor allem die weiten Wege dazwischen wichtig. Dafür werden Ortsnetze erneuert, Mittelspannungs-Freileitungen unter die Erde gelegt. Härling ist Leiter der Netzregion Westsachsen von Mitnetz Strom. Heilmann ist Verantwortlicher für die Umspannwerke im Gebiet Westsachsen. In der Region Eilenburg-Delitzsch will Mitnetz in diesem Jahr 2,7 Millionen Euro investieren, stellten beide die Pläne für die kommenden Monate vor. Dafür war das Umspannwerk Eilenburg als Ort ausgewählt worden. Denn in dessen Umfeld wird der höchste Anteil verbaut.

Damit Strom zu Licht wird, Wäsche wäscht, Essen kocht, Maschinen antreibt, muss er transportabel gemacht und weitergeleitet werden. Das Leitungsnetz und die Trafostationen müssen gerüstet sein, wenn Strom aus erneuerbaren Energien an vielen Stationen erzeugt wird. Investiert werde entsprechend des Leitungskonzeptes, das den Anforderungen der kommenden Jahrzehnte Stand halten soll. Denn so lange halten die Leitungen. Doch irgendwann müssen alle gewechselt werden. So wird bei den Investitionsplänen auch das Alter der Netze berücksichtigt. Und es wird versucht, jeweils aktuelle Bau-Projekte in Städten und Gemeinden einzubeziehen, betont Härling. Freileitungen werden möglichst dann durch Kabel in der Erde ersetzt, wenn zum Beispiel ohnehin Straße oder Gehweg gebaut werden. Insgesamt sind in den kommenden Monaten zirka 30 Bauprojekte im westlichen Teil Nordsachsens geplant. Hier eine Übersicht:

Eilenburg, Umspannwerk: 2,2 Kilometer alte Mittelspannungskabel werden still- und auf neuer Trasse verlegt. Dazu werden 700 Meter Freileitung und vier Kilometer Mittelspannungskabel abgebaut und insgesamt von 9,8 Kilometer Mittelspannungskabel neu gelegt. Ziel: Die Übertragungskapazität und Versorgungssicherheit sollen erhöht werden. Das Projekt ist bereits seit vorigem Jahr im Bau. Kosten: 1,1 Millionen Euro.

Kospa: Die Freileitung zwischen Kospa, Schanzberg und Zschettgau wird demontiert und 4,8 Kilometer Mittelspannungskabel zwischen Zschettgau und Kospa verlegt. Außerdem sollen 3,1 Kilometer Niederspannungskabel verlegt, 30 Hausanschlüsse verkabelt werden. Die Turm-Trafo-Station in Kospa wird abgerissen und eine neue Kompaktstation im Ortskern gebaut. Auch die Trafostation Schanzberg wird mit einer fernsteuerbaren Kompaktstation ersetzt. Zudem wird die Beleuchtung in der Eilenburger Straße erneuert. Der Bau startet 2018. Kosten: rund 540 000 Euro

Pressen/Zschettgau: Neubau von 2,6 Kilometern Mittelspannungskabel auf neuer Trasse. Demontage von 2,3 Kilometer Mittelspannungsfreileitung, Anpassung der betroffenen Hausanschlüsse auf Kabel. Verlegung von 2,2 Kilometer Niederspannungskabel und Demontage von 1,9 Kilometer Niederspannungsfreileitung. Außerdem: Erneuerung von Straßenbeleuchtungskabel in der Straße Zur Kämmerei im Auftrag der Stadt Eilenburg. Baubeginn ist für 2018 geplant. Kosten: 498 000 Euro.

Bad Düben, Mühldorfer Straße: In Koordination mit dem Straßenbau werden 300 Meter Niederspannungskabel erneuert, das alte demontiert und fünf Hausanschlüsse gelegt. Baustart drittes Quartal 2017, Kosten: 22 000 Euro.

Krostitz/Zschölkau: Abbau der 1,1, Kilometer langen Niederspannungsfreileitung und Verlegung von Erdkabel im Zuge des Ausbaus der Rackwitzer Straße. Erneuerung von 33 Hausanschlüssen. Start soll im zweiten Quartal dieses Jahres sein. Kosten: rund 156 000 Euro

Rackwitz, Schladitzer Straße: Die alte Trafostation kommt weg und wird durch eine neue kompakte ersetzt, um Baufreiheit zu schaffen. Das Projekt wird derzeit umgesetzt. Kosten: rund 68 000 Euro


Sprotta-Siedlung: Umstellung von 23 Hausanschlüsse auf Kabelanschluss. Die neuen Kabel werden im Zuge des Gehweg-Neubaus verlegt, den die Gemeinde Doberschütz vorhat. Start ist voraussichtlich im dritten Quartal dieses Jahres. Kosten: rund 51 000 Euro.

Großes Thema im Mitnetz-Gebiet sind die erneuerbaren Energien. Betrug ihr Anteil an der Stromerzeugung deutschlandweit im vorigen Jahr 30 Prozent, lag ihr Part am Endverbraucherabsatz bei Mitnetz bei 86 Prozent. „Allerdings spielen dabei unsere Anteile in Brandenburg und Sachsen-Anhalt, wo viele Windkraftanlagen stehen, eine große Rolle“, erklärt Uwe Härling. Im Gebiet der Mitnetz Strom, das zudem den westlichen Teil Sachsens und Gebiete in Thüringen umfasst, sind mittlerweile Windkraft-, Solar- und Biogas-Anlangen mit einer Leistung von insgesamt knapp 8000 Megawatt installiert. „Das entspricht in etwa viermal dem Kraftwerk Lippendorf“, merkt Marco Heilmann an. Auf den Landkreis Nordsachsen entfallen knapp 400 Megawatt. Die meisten Anteile hat der Sonnenstrom: 151 Megawatt. Mittlerweile sind die Zuwächse nicht mehr so hoch. Zum einen fällt die Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz nicht mehr so hoch aus, zum anderen „fehlen die Regionalplanungen“, stellt Härling fest. Gemeinden im Eilenburger Umland lehnen zum Beispiel Gebiete für weitere Windkraftanlagen ab.

Von Heike Liesaus

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