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Eilenburg Mockrehna feiert 1000-Jähriges
Region Eilenburg Mockrehna feiert 1000-Jähriges
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12:34 15.06.2015
Gerd Herre, Monique Kötz, Petra Renkert, Edelgard Münch und Volker Pohlenz feilten 20 Monate an "Mockrehna, Geschichte & Geschichten", Quelle: Thomas Jentzsch
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Mockrehna

Und so war der Handwerksbursche, der sein Werkzeug um 1700, so die Legende, nach diversen Händeln in den Kirchturm geschleudert haben soll, am Wochenende Teil des bunten Spektakels. Nicht nur im gestrigen Festumzug. Tags zuvor versammelten sich 13 Vierer-Teams, um Pumphut Konkurrenz zu machen. "Bis 2008 wurde bei uns die Tradition des Beilzielwurfes noch gepflegt und danach nicht mehr", erinnerte Ortsvorsteher Bernhard Wagner. Die Festtage zur Erst- erwähnung des Dorfes vor 1000 Jahren war nunmehr ein guter Anlass, Traditionen wieder aus der Versenkung zu holen. Uwe Bansemer, Günther Burkhardt, Matthias Seibel und Detlef Feicke gehörten dann am Samstag zur Viererbande vom Tischtennisverein Mockrehna, die mit sieben Treffern nach einem Stechen gegen den Angelverein diesen sowie den Sportverein Doberschütz-Mockrehna auf die nächsten Plätze verwiesen und dem Pumphut Konkurrenz machten. "Schade, dass ihr nicht so gut Tischtennis spielen könnt wie mit dem Beil werfen", freute sich Wagner, ebenso Vereinspräsident, über den Erfolg seiner Mannen und versprach, beim nächsten Training "einen auszugeben. Die Sieger der Herzen, die die beiden Löcher im nachgebauten Kirchturm an diesem Nachmittag für einen neunten Rang nur dreimal trafen, waren allerdings die Schalkreichen, die wohl ihre Wurzeln im früheren Elferrat haben, verriet einer aus der zünftig mit Zimmermanns-Uniform und breitkrempigem Hut verkleideten Truppe. Ließ aber offen, ob es wohl eines Tages gelingen würde, auch Karnevalstraditionen in Mockrehna wiederzubeleben.

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Mockrehna feierte seine 1000-Jahrfeier mit einem Festumzug.

Beim Festumzug wollten iese Vier mit ihren laut klappernden Holzschuhen wieder dabei sein. Und den säumten Hunderte. Firmen, Vereine, Feuerwehr, Landwirte und Einwohner gestalteten 64 Bilder, die unter anderem an das Munititionsdepot, August den Starken sowie den 1. und 2. Weltkrieg und vieles mehr erinnert wurde. Als Pumphut war Sebastian Kühne dabei. Heidrun Schrodt aus Sitzenroda war fasziniert: "Es ist sagenhaft, was hier auf die Beine gestellt wird." Und Angelika Heye aus Mockrehna erkannte an: "Die Leute haben sich viel Mühe gemacht. Es ist auch vieles dabei, von dem ich nicht einmal wusste, dass es das hier gab."

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