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Eilenburg Mockrehnas Eltern zahlen ab Januar mehr
Region Eilenburg Mockrehnas Eltern zahlen ab Januar mehr
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13:15 08.11.2018
Für die Betreuung ihrer Kinder müssen Eltern in Mockrehna im nächsten Jahr mehr bezahlen. Quelle: dpa
Mockrehna

Ab Januar müssen Eltern für die Betreuung ihrer Kinder in den Kindertagesstätten und im Hort in der Gemeinde Mockrehna mehr zahlen. Ohne Diskussionen ging diese Vorlage am Dienstag nicht durch, letztlich gab es auch vier Gegenstimmen und eine Enthaltung. Tenor der Debatte: Wir müssen erhöhen, wollen aber eigentlich nicht.

Anstieg im Krippenbereich am größten

Zu zahlen sind beispielsweise für die Neun-Stunden-Krippenbetreuung 210 statt 185 Euro, für neun Stunden Kindergarten 110 statt 105 Euro, für fünf Stunden Hort 60 statt 55 Euro. An zwei Punkten sei nicht zu rütteln, machte Bürgermeister Peter Klepel (parteilos) deutlich. Zum einen an der jährlichen Anpassung, zu der sich der Rat entschieden hat, um eine drastische Erhöhung alle drei, vier Jahre zu vermeiden. „Null Spielraum“ gibt es auch, was die deutliche Erhöhung im Krippen-Bereich betrifft.

Elternsprecherin: Verständnis ist nicht mehr da

Gestiegene Betriebskosten, das Auseinanderdriften von Landeszuschüssen und den von Kommunen zu tragenden Kosten – erklärt worden ist den Eltern im Vorfeld einiges. Verständnis aber ist nicht mehr da, machte Konstanze Veit, Elternsprecherin von Grundschule/Hort, deutlich. Dem Elternrat sei bewusst, dass zwar letztlich der prozentuale Anteil der Eltern gesunken ist, ebenso „wissen wir von der Qualität des Hortes und befürworten die bessere Vergütung der Erzieher.“ Dennoch seien es erneut fünf Euro mehr pro Monat, damit sind seit 2015 die Beiträge für fünf Stunden von 45 auf 60 Euro angestiegen.

Bitte, die Entscheidung zu überdenken

„Wir bitten darum, dass die Entscheidung überdacht wird. Vielleicht kommt eine erneute Staffelung in Betracht.“ Wenn nicht, solle in den nächsten Jahren nicht weiter erhöht werden. Es sei zu befürchten, dass Eltern ihre Kinder aus dem Hort nehmen oder Betreuungszeiten verkürzen müssten.

Debatte um künftige Entwicklung

Das Wissen darum, in einem Jahr wieder vor solch einer Entscheidung zu stehen, sorgte für eine weiterführende Debatte. Der Ruf nach der großen Politik, nach „Flagge zeigen und Mund aufmachen“, war aus den Rats-Reihen zu hören. Doch der Protest müsse auch von unten kommen, wie Sandro Oschkinat (FWG) forderte: „Der Protest müsste energischer sein.“ Es gehe nicht um ein paar Euro, aber es werde jedes Jahr teurer „und wir nehmen das immer so hin.“

Robert Schübel verweist auf die Landtagswahlen

Es gäbe sicher nicht einen Gemeinderat, der diese Erhöhung gern befürworte, aber „wir haben hier bestimmte Zwänge“, so Bernhard Wagner (CDU). Niedrigere Beiträge, so machte Klepel deutlich, hieße auch, weniger Spielraum bei Investitionen und Ausstattung. Dass bisher in dieser Richtung viel passiert sei, zeige der Top-Zustand der Kitas. Für Robert Schübel (CDU) gibt es einen möglichen Weg. 2019 sind Landtagswahlen, die Kandidaten sollten ihre Position zum Thema Kita-Gebühren darstellen, „aber auch erklären, wie sie es finanzieren wollen.“

Von Kathrin Kabelitz

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