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Eilenburg Mockrehnas Ortsvorsteher sauer: Keine Gemeinde-Hilfe beim Pumphutfest
Region Eilenburg Mockrehnas Ortsvorsteher sauer: Keine Gemeinde-Hilfe beim Pumphutfest
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10:25 21.06.2017
Mockrehna ist Pumhutdorf. Quelle: Foto: Heike Fedorov
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Mockrehna

Ein Jahr ist es her, dass der Gemeinderat Mockrehna relativ kurz entschlossen einen Beschluss fasste, dass Gemeindearbeiter beim Aufbau von Zelten zu Dorffesten nicht mehr eingesetzt werden – bis auf wenige Ausnahmen. Eine Entscheidung, die Mockrehnas Ortsvorsteher Bernhard Wagner jetzt als „Schnellschuss“ und „schwachsinnig“ bezeichnete. Anlass für den Frust sind Erfahrungen, die er und seine Leute beim jüngsten Pumphutfest machen mussten. „Wir sollten froh sein, wenn wir Leute haben, die helfen. Es weiß keiner, der nicht schon mal ein Fest organisiert hat, wie viele Stunden da dran hängen. Wir haben in Mockrehna keinen ebenen Fußboden, keine betonierten Flächen, müssen überall im Zelt Fußboden auslegen, haben keine Toiletten, die von der Gemeinde einfach mal so aufgeschlossen werden. Wir haben zwar welche bekommen, aber auch die müssen angeschlossen werden. Da sind von den Leuten im Verein eine Menge Stunden zu leisten“, so Wagner.

Wird Langenreichenbach bevorzugt?

Einzige Ausnahme von der Regel, so Wagners Empfinden, sei bisher Langenreichenbach. „Wir haben diesen Beschluss gefasst, der gefällt mir auch nicht. Aber bitte, wenn wir ihn schon haben, sollte der für alle gelten“, so Wagner. Sein Langenreichenbacher Amts-Kollege Detlef Bölke wehrte sich gegen den Eindruck, dass sein Ortsteil bevorzugt werde. Er sei im Vorjahr gegen den Vorschlag gewesen, weil er aus der Situation heraus und ohne Beschluss-Vorlage gefasst wurde: „Wir haben außerdem nur ein einziges Vereinsfest, bei dem ein Zelt benötigt wird, und das ist das Schalmeienfest.“ Helfer zum Zeltaufbau seien, so Bürgermeister Peter Klepel (parteilos), vor Ort gewesen, dies seien aber keine Gemeindearbeiter gewesen, und sie hätten außerhalb ihrer Arbeitszeit Stunden geleistet.

Wagner brachte jetzt den Antrag ein, den Beschluss von 2016 zurückzunehmen. Welche Lösung es geben wird, ist noch unklar. Am 12. September ist erst die nächste Sitzung. Klepel gab aber zu bedenken, dass selbst die Einigung auf die Dorffeste bedeuten würde, dass schon acht Ortsteile zu beachten wären, die alle im Sommer feiern.

Von Kathrin Kabelitz

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