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Eilenburg Mörtitzer Heidelbeeren sind reif
Region Eilenburg Mörtitzer Heidelbeeren sind reif
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22:40 10.08.2015
Sandra und Uwe Lorenz freuen sich über reichlich reifende Heidelbeeren auf ihrer Hof-Plantage in Mörtitz. Quelle: Heike Liesaus
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Die kommenden zwei Wochen wird voraussichtlich der Weg durch den Lorenzschen Hof noch offen stehen. Je nach Wetter. Hinter Terrasse und idyllischen Blumenbeeten warten die Heidelbeerpflanzen. Morgens sind die ältesten Selbstpflückerinnen oft schon zuerst da, die anderen kommen auch nach und nach.

Es hat sich herumgesprochen. Sandra Freiberg kann die vielen Büsche mittlerweile längst nicht eigenhändig abernten. Trotzdem ist sie jetzt täglich mehrere Stunden mit Pflückerei beschäftigt. Was sie erntet, ist aber nicht allein zum frischen Verkauf bestimmt. Auch Marmelade will gekocht und Likör angesetzt sein, die sie dann in ihrem Hof-Geschenke-Laden verkauft. "Ich hatte solche Mitbringsel schon immer selbst gemacht. Freunde und Bekannte hatten mit gesagt, ich könnte mich damit selbstständig machen." Mit den Früchten der eigenen Scholle kann sie so von zu Hause aus ein Stück zum Familieneinkommen beitragen und näher am achtjährigen Sohn sein. Als Orthopistin, die zum Beispiel in Augenarztpraxen bei Sehstörungen Sehübungen und Augenmuskeltraining durchführt, war das nicht so einfach.

Um die heidelbeerigen Ausgangsstoffe für die selbstkreierten Geschenke zu ernten, unternahm die Familie früher Ausflüge nach Klaistow bei Potsdam. In der Nähe gibt keine Heidelbeer-Selbstpflücke. Doch seit 2011 pflanzten die Lorenzens in drei Etappen insgesamt 800 Büsche, die nun im zweiten Jahr richtig tragen. Sandra Lorenz verarbeitet aber auch Quitten, die sie von Bekannten bekommt, Aronia-Beeren, die sie aus Dresden bezieht, oder Holunder, der in Mörtitz blüht.

"Wir werden ja oft gefragt, was wir mit unseren Beeren machen, weil sie so groß sind. Aber gedüngt wird nicht", erklärt Uwe Lorenz. "Wir haben einen kompletten Bodenaustausch vorgenommen." Mit Rhododendron-Erde, Rindenmulch wurde der Wohlfühl-Boden für die Heidelbeeren bereitet. "Und der richtige Schnitt macht's auch", ist zu erfahren, dass die Arbeit an der Beere mit dem Pflücken der Früchte nicht getan ist. Selbst das Aufspannen der Netze, die Amsel, Drossel und Star von Plünderungen abhält, dauerte im Frühjahr einige Tage. lis

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.08.2015
lis

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