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Mühlenpreis 2013 fest in Männerhand

Mühlenpreis 2013 fest in Männerhand

Die Mühlenpreisgewinner 2013 stehen fest. So wie im vergangenen Jahr liegen auch diesmal vier Herren vorn. Am Freitagabend wurde die zum 15. Mal von Landratsamt Nordsachsen, Sparkasse Leipzig und Leipziger Volkszeitung ausgelobte Auszeichnung im Eilenburger Bürgerhaus vergeben - und zwar an: Joachim Reiche aus Bad Düben (Soziales), Frank Jonack aus Eilenburg (Natur- und Umweltschutz), Gerhard Kramer aus Beilrode (Kategorie Kultur) und Bernd-Uwe Kramer aus Taucha (Sport).

Die Sieger erhielten eine von der Behindertenwerkstatt Eilenburg geschaffene Keramik-Uhr sowie je 500 Euro.

So überlegen, wie die Entscheidung vermuten lässt, ist das Ganze nicht. Mit 27 liegen die Männer in der Kandidaten-Liste zahlenmäßig zwar leicht vorn, das Abstimmungsverhalten der zwölfköpfigen Jury in den einzelnen Kategorien fiel aber unterschiedlich aus. So war es im Bereich Soziales knapp, musste erst eine Stichwahl zwischen Joachim Reiche und der Eilenburgerin Roswitha Feustel entscheiden. Für die Kategorie Umwelt- und Naturschutz lagen ausschließlich Vorschläge zu Männern vor. Erfreulich: 18 der Vorschläge wurden neu oder erneut eingereicht. Mit Joachim Reiche und Gerhard Kramer konnten zwei der Kandidaten gewissermaßen einen Start-Ziel-Sieg hinlegen - 2013 erstmals im Vorschlags-Topf und gleich gewonnen. Und das sind die Sieger im einzelnen:

Umwelt- und Naturschutz, Frank Jonack, Eilenburg: Der Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen hatte den 41-jährigen Eilenburger vorgeschlagen. Seit Anfang der 1990er-Jahre ist Jonack in der Fachgruppe Karl-August Möbius des Landesverbandes Sachsen des Naturschutzbundes tätig und nutzt seine Freizeit als Naturschutzhelfer zur Erkundung seines Betreuungsgebietes um Eilenburg, speziell der Muldeaue, um Probleme zu erkennen und diese den Fachbehörden anzuzeigen. Er legt Hand an bei der Betreuung und Säuberung von Nisthilfen, kümmert sich um Nachpflanzungen und Pflege von Sträuchern und Bäumen in angelegten Heckenstrukturen, war 2007 bis 2009 eine große Hilfe beim Bau von Nisthilfen für Blau- und Kohlmeise sowie beim Bau von Insektenhotels. Er hilft zudem bei Kartierung und Durchführung von Monitoring spezieller Arten, ist trotz gesundheitlicher Einschränkung stets einsatzbereit.

Soziales, Joachim Reiche, Bad Düben: Der Dialyseverband Sachsen hat Joachim Reiche vorgeschlagen. Der 55-Jährige, seit 1979 selbst Dialysepatient, wurde aktiver Ansprechpartner für Gleichgesinnte, gründete später die Selbsthilfegruppe Bad Düben mit, deren Chef er heute noch ist, war zudem Mann der ersten Stunde beim Dialyse-Sachsen-Verband, ist dort Kassenwart. Reiche hält Kontakt zu den Patienten, organisiert gemeinsam mit den Mitgliedern Veranstaltungen wie Gesprächsrunden, Gesundheitsmessen und Fahrten. Den Gemeinschaftsgedanken gab er nie auf.

Sport, Bernd-Uwe Kramer, Taucha: Der 69-jährige Tauchaer ist seit 1967 Abteilungsleiter Handball der TSG Taucha. Er trainiert eine Männer- und eine Jugendmannschaft, ist die "Seele des Vereins." Er hat wesentlich zum Erhalt des Handballsports in der Parthestadt beigetragen, fand bereits bei katastrophalen Hallen-Situationen zu DDR-Zeiten Wege, um allen den Sport und die Arbeit zu erleichtern. Mittlerweile kann er auf fast 50 Jahre Tätigkeit als Abteilungsleiter zurückblicken.

Kultur, Gerhard Kramer, Beilrode: Der 82-Jährige war in den Jahren von 2001 bis 2013 Vorsitzender des Heimatvereins Beilrode und hat große Verdienste in der Heimat- und Denkmalpflege. Herauszuheben ist sein Engagement bei der Vermittlung von Geschichts- und Heimatbewusstsein in der Bevölkerung sowie der Erhaltung und Sanierung denkmalgeschützter Bausubstanz. Markantestes Beispiel ist die Rettung der Holländermühle in Beilrode, die durch Witterungseinflüsse und fehlende finanzielle Mittel dem Verfall preisgegeben war. Er erstellte ein Rettungs-Konzept, kämpfte um Förder- und Eigenmittel sowie Spenden. Unter seiner Federführung entstanden Broschüren über die Geschichte von Beilrode und Umgebung. Er ist zudem stets bemüht, breiten Schichten der Bevölkerung die Geschichte seines Heimatortes nahezubringen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.04.2013

Katrhin Kabelitz

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