Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg Mühlenpreis 2013 fest in Männerhand
Region Eilenburg Mühlenpreis 2013 fest in Männerhand
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:20 19.05.2015
Anzeige

Die Sieger erhielten eine von der Behindertenwerkstatt Eilenburg geschaffene Keramik-Uhr sowie je 500 Euro.

So überlegen, wie die Entscheidung vermuten lässt, ist das Ganze nicht. Mit 27 liegen die Männer in der Kandidaten-Liste zahlenmäßig zwar leicht vorn, das Abstimmungsverhalten der zwölfköpfigen Jury in den einzelnen Kategorien fiel aber unterschiedlich aus. So war es im Bereich Soziales knapp, musste erst eine Stichwahl zwischen Joachim Reiche und der Eilenburgerin Roswitha Feustel entscheiden. Für die Kategorie Umwelt- und Naturschutz lagen ausschließlich Vorschläge zu Männern vor. Erfreulich: 18 der Vorschläge wurden neu oder erneut eingereicht. Mit Joachim Reiche und Gerhard Kramer konnten zwei der Kandidaten gewissermaßen einen Start-Ziel-Sieg hinlegen - 2013 erstmals im Vorschlags-Topf und gleich gewonnen. Und das sind die Sieger im einzelnen:

Umwelt- und Naturschutz, Frank Jonack, Eilenburg: Der Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen hatte den 41-jährigen Eilenburger vorgeschlagen. Seit Anfang der 1990er-Jahre ist Jonack in der Fachgruppe Karl-August Möbius des Landesverbandes Sachsen des Naturschutzbundes tätig und nutzt seine Freizeit als Naturschutzhelfer zur Erkundung seines Betreuungsgebietes um Eilenburg, speziell der Muldeaue, um Probleme zu erkennen und diese den Fachbehörden anzuzeigen. Er legt Hand an bei der Betreuung und Säuberung von Nisthilfen, kümmert sich um Nachpflanzungen und Pflege von Sträuchern und Bäumen in angelegten Heckenstrukturen, war 2007 bis 2009 eine große Hilfe beim Bau von Nisthilfen für Blau- und Kohlmeise sowie beim Bau von Insektenhotels. Er hilft zudem bei Kartierung und Durchführung von Monitoring spezieller Arten, ist trotz gesundheitlicher Einschränkung stets einsatzbereit.

Soziales, Joachim Reiche, Bad Düben: Der Dialyseverband Sachsen hat Joachim Reiche vorgeschlagen. Der 55-Jährige, seit 1979 selbst Dialysepatient, wurde aktiver Ansprechpartner für Gleichgesinnte, gründete später die Selbsthilfegruppe Bad Düben mit, deren Chef er heute noch ist, war zudem Mann der ersten Stunde beim Dialyse-Sachsen-Verband, ist dort Kassenwart. Reiche hält Kontakt zu den Patienten, organisiert gemeinsam mit den Mitgliedern Veranstaltungen wie Gesprächsrunden, Gesundheitsmessen und Fahrten. Den Gemeinschaftsgedanken gab er nie auf.

Sport, Bernd-Uwe Kramer, Taucha: Der 69-jährige Tauchaer ist seit 1967 Abteilungsleiter Handball der TSG Taucha. Er trainiert eine Männer- und eine Jugendmannschaft, ist die "Seele des Vereins." Er hat wesentlich zum Erhalt des Handballsports in der Parthestadt beigetragen, fand bereits bei katastrophalen Hallen-Situationen zu DDR-Zeiten Wege, um allen den Sport und die Arbeit zu erleichtern. Mittlerweile kann er auf fast 50 Jahre Tätigkeit als Abteilungsleiter zurückblicken.

Kultur, Gerhard Kramer, Beilrode: Der 82-Jährige war in den Jahren von 2001 bis 2013 Vorsitzender des Heimatvereins Beilrode und hat große Verdienste in der Heimat- und Denkmalpflege. Herauszuheben ist sein Engagement bei der Vermittlung von Geschichts- und Heimatbewusstsein in der Bevölkerung sowie der Erhaltung und Sanierung denkmalgeschützter Bausubstanz. Markantestes Beispiel ist die Rettung der Holländermühle in Beilrode, die durch Witterungseinflüsse und fehlende finanzielle Mittel dem Verfall preisgegeben war. Er erstellte ein Rettungs-Konzept, kämpfte um Förder- und Eigenmittel sowie Spenden. Unter seiner Federführung entstanden Broschüren über die Geschichte von Beilrode und Umgebung. Er ist zudem stets bemüht, breiten Schichten der Bevölkerung die Geschichte seines Heimatortes nahezubringen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.04.2013

Katrhin Kabelitz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Drei Helikopter landeten, zig Bundespolizisten stürmten gestern Vormittag Hobbywerkstatt und alte Turnhalle auf dem Gelände der längst abgerissenen Grundschule an der Eilenburger Puschkinstraße.

19.05.2015

Die Stadtsanierung hat sich für Eilenburg definitiv gelohnt. Zu dieser Einschätzung kommt Petra Zimmermann, Fachbereichsleiterin Bau und Stadtentwicklung im Rathaus, fast am Ende des von 1991 bis 2016 laufenden Programms.

19.05.2015

Still ruht derzeit der Teich im Eilenburger Stadtpark. Aber er macht von sich reden, denn das Gewässer ist verschlammt und auch der Abfluss ist nicht wirklich geregelt.

19.05.2015
Anzeige