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Mulde-Leiche: Fieberhafte Suche der Polizei geht weiter - LVZ erhält Hinweis

Mulde-Leiche: Fieberhafte Suche der Polizei geht weiter - LVZ erhält Hinweis

Die Suche nach der Frauenleiche, die Spaziergänger in der Silvesternacht im Mühlgraben entdeckt haben, ging am Montag weiter. „Wir gehen davon aus, dass es sich tatsächlich um eine Leiche handelt, weil sich die Aussagen von mehrere Personen gleichen und glaubwürdig erscheinen.

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Die Polizei sucht bei Eilenburg nach einem Mädchen.

Quelle: Thomas Jentzsch

Eilenburg. Darum geht die intensive Suche weiter “, sagte Einsatzleiter und Erster Polizeihauptkommissar Klaus Kabelitz vom Revier Eilenburg. Auch Polizisten sollen die Leiche gesehen haben.

Am Montag flog erneut der Polizei-Hubschrauber über ein zirka zwei Kilometer langes Gebiet im Bereich Mulde und Mühlgraben und suchte dieses ab. Zusätzlich wurden die Uferbereiche kontrolliert und kamen Taucher an dem Ort, an dem der leblose Körper letztmalig gesehen wurde, zum Einsatz. Von 12 bis 14 Uhr suchten Kameraden der Eilenburger Feuerwehr den Uferbereich von Gruna in Richtung Eilenburg ab. Alles ohne Ergebnis. Das Taucher-Team der Bereitschaftspolizei Leipzig hat gegen 15 Uhr das Wasser verlassen. Mit Eintritt der Dunkelheit beendeten die restlichen Einsatzkräfte die Suche.„Es gibt nach wie vor keine Vermisstenmeldung, was die Sache nicht einfacher macht“, sagte Kabelitz noch am Nachmittag.

Seit Montagabend verdichteten sich die Hinweise, dass es sich bei der Frauenleiche um eine 50-jährige Eilenburgerin handelt. Eine Frau aus der Muldestadt hatte sich am Montag in der LVZ-Redaktion gemeldet und einen vermutlich entscheidenden Hinweis gegeben. Den die Redaktion weiterleitete. Die Personenbeschreibung würde weitgehend mit den Aussagen der Augenzeugen übereinstimmen. Lediglich das Alter würde nicht stimmen. Die Augenzeugen hatten das Alter auf 16 bis 17 Jahre geschätzt. Die Vermisste 50-Jährige soll am Silvesternachmittag zum letzten Mal gesehen worden sein. Die Suche wird am Dienstag mit Tauchern und Suchhunden fortgesetzt.

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Eilenburg. Die Leiche der vermissten Eilenburgerin, die am Silvesterabend im Eilenburger Mühlgraben - einem Nebenarm der Mulde - gesehen wurde, ist allem Anschein nach aufgetaucht.  Am späten Dienstagnachmittag wurde im Bereich des Muldestausees (Sachsen-Anhalt) eine weibliche Leiche im Uferbereich entdeckt.

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Bürgerhinweis alarmierte Polizei zu Silvester

Polizei und Rettungskräfte hatten am Sonntag bis in die Abendstunden nach einer jungen Frau gesucht, die offenbar leblos auf dem Mühlgraben respektive der Mulde trieb. Die Einsatzkräfte waren mit Booten auf der Mulde zwischen Eilenburg und Gruna unterwegs. Wie ein Polizeisprecher in Leipzig am Sonntag sagte, blieb die Suche mit Booten und Polizeihubschraubern bisher allerdings erfolglos.

Nach einem Bürgerhinweis eine halbe Stunde vor dem Jahreswechsel wurde bekannt, dass im Mühlgraben, einem Nebenarm der Mulde, in Eilenburg, eine leblose weibliche Person treibt. Diese sollte 16 bis 17 Jahre alt und mit einer schwarzen Jogginghose und einem weißen Oberteil bekleidet sein. Mit Tagesanbruch wurde die Suche am Sonntag auch mit Booten und einem Polizeihubschrauber fortgesetzt.

Grausige Entdeckung beim Spaziergang

Vier Erwachsene und zwei Kleinkinder machten sich kurz vor 23.30 Uhr zu einen kleinen Spaziergang auf, um sich die Beine zu vertreten und dem Feuerwerk entgegenzugehen. Bis zur Röhrenbrücke sollte sie der Spaziergang führen, die liegt einige Meter von der Wohnung in der Eilenburger Mühlstraße entfernt. „Wir spazierten so dahin, schauten aufs Wasser, als wir im Mühlgraben etwas großes Weißes, einen großen hellen Fleck sahen. Mein Bruder dachte, es ist eine Puppe und hat das auch gesagt, dass da eine Puppe ankommt“, so der Eilenburger (Namen sind der Redaktion bekannt). Die vermutete Puppe trieb aus dem Dunkeln in den Sichtbereich der Spaziergänger. Sehr schnell wurde denen klar, dass es sich nicht um eine Puppe handelt.

„Wenige Sekunden später konnten wir deutlich erkennen, dass es ein lebloser Frauenkörper ist, der mit den Füßen voran wieder in der Dunkelheit verschwand. Wir konnten genau sehen, dass es ein junges Mädchen mit unbekleidetem Oberkörper ist. Das helle Oberteil war um den Hals geschwungen. Das Mädchen hatte eine schwarze Trainingshose an und lange dunkle Haare“, so einer der Augenzeugen. Die Kinder (zwei und fünf Jahre) haben sie in dem Glauben gelassen, dass es eine Puppe sei.

Die Männer haben sofort per Handy die 110 angerufen. Die Polizei sei sehr schnell mit mehreren Streifenwagen vor Ort gewesen. Auch stromabwärts leuchtete das Blaulicht auf. „In Höhe Rotes Kreuz haben die Polizisten das Wasser von den Wiesen aus beobachtet. Ein Polizist hat uns erzählt, dass die Kollegen dort eine Leiche gefunden, diese aber nicht aus dem Wasser bekommen und die Feuerwehr gerufen haben“, so der Eilenburger. Aufgrund der starken Strömung muss es misslungen sein, den Körper an Land zu ziehen.

Erst, als die vier Augenzeugen wieder zu Hause waren, registrierten sie so richtig, was sie da erleben mussten. „Wir haben es wahr genommen und angerufen, irgendwie rational gehandelt. Später, zu Hause, ist die Sache gesackt und uns bewusst geworden, was wir da mit ansehen mussten. Einfach grausam. Da macht man sich auch Gedanken über das Schicksal der jungen Frau und fragt sich, wer sie ist und was passiert ist“, erzählte der 48-Jährige.

Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei bittet nun um Hinweise zu einer zirka 20-jährigen vermissten Frau – dunkle Jogginghose, helles T-Shirt, Turnschuhe, lange dunkle Haare. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

Frank Pfütze / lyn

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