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Eilenburg Mulderadweg soll attraktiver werden
Region Eilenburg Mulderadweg soll attraktiver werden
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11:47 19.02.2018
Blick auf den Mulderadweg bei Eilenburg. Quelle: Fotos: Wolfgang Sens
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Nordsachsen

Der 400 Kilometer lange Mulderadweg in Sachsen, der entlang des gleichnamigen Flusses auch zwischen Eilenburg und Bad Düben verläuft, soll als Radfernweg etabliert werden und damit den Tourismus ankurbeln. Wie Sandra Brandt von der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH sagte, werde derzeit angestrebt, ein Projektmanagement für die touristische Entwicklung auf den Weg zu bringen. An dessen Finanzierung sollen die betreffenden Regionen – in Nordsachsen unter anderem das Delitzscher Land und die Dübener Heide, im Landkreis Leipzig die Region Leipziger Muldeland – beteiligt werden.

Brandt stellte jüngst entsprechende Pläne den Lokalen Aktionsgruppen Dübener Heide vor. Diese koordinieren die EU-Förderphase Leader. Und genau aus diesem Topf soll das Geld für Personal, Konzeptarbeit und Besucherlenkung kommen.

Der Mulderadweg wird auf einer neuen Internetseite komplett und übersichtlich präsentiert. Quelle: privat

Die Rede ist von Gesamtkosten in Höhe von 147 320 Euro. 95 Prozent davon wären förderfähig, also 139 954 Euro, die aus dem Leader-Budget der insgesamt neun in Sachsen am Projekt beteiligten Regionen stammen. Demnach kommen aus dem Leader-Budget Dübener Heide etwa 10 900 Euro, aus dem Budget des Delitzscher Landes etwa 6900 Euro. Die Leader-Region Leipziger Muldeland, die das Projekt federführend umsetzt, stellt 27 500 Euro bereit. Die Zahlen entsprechen dem prozentualen Anteil, den die Regionen am Mulderadweg haben. Den Eigenanteil in Höhe von insgesamt 7366 Euro übenehmen die beteiligten Tourismusverbände.

Testfahrer benennen Schwachpunkte

„Das Ganze ist auch dafür da, die Kommunen zu unterstützen“, sagte Sandra Brandt. Beispielsweise bei der Beschilderung, die vervollständigt und einheitlich werde. Zudem sollen lokale Akteure und Dienstleister aus dem Tourismuswesen einbezogen werden. Auch Qualifizierungsangebote werde es geben sowie eine einheitliche Kommunikation zur touristischen Vermarktung des Weges. Letztlich sei auch ein buchbares Reiseangebot geplant. Für Brandt sind all dies notwendige Maßnahmen. Der Mulderadweg soll gewissermaßen aus seinem Dornröschenschlaf geweckt und attraktiver für Radfahrer werden.

Bereits in den zurückliegenden Jahren ist einiges in puncto Mulderadweg passiert: es gibt einen neuen Internetauftritt und ein unverwechselbares Logo. Zudem sei eine Bestandsaufnahme erfolgt – dazu lief 2017 die „Aktion Testfahrer“. Radfahrer bewerteten dabei die touristische und infrastrukturelle Ausstattung des Mulderadweges, zeigten Problemstellen auf, zum Beispiel wenn der Weg in einem schlechten Zustand, die Beschilderung mangelhaft war oder Info-Tafeln fehlten. Der Abschnitt zwischen Wurzen, Eilenburg und Bad Düben sei laut der Tester verkehrssicher und daher vor allem gut für Kinder geeignet. Darauf lässt sich aufbauen.

Mulde soll erlebbarer werden

Zum Projektmanagement soll es dann ein Umsetzungsmanagement geben – auch hier werden wieder die am Mulderadweg liegenden Region beteiligt. Kostenansatz hier: rund 168 000 Euro. Davon würden wiederum die Kommunen und touristische Dienstleister profitieren. Denn die Mulde soll von Döbeln bis Bad Düben und sogar weiter bis nach Sachsen-Anhalt fürs Radfahren, Wandern und Wasserwandern erlebbarer werden. Bis 2020 soll die Umsetzung verschiedener Maßnahmen erfolgen.

Stichwort: Mulderadweg

Auf insgesamt über 400 Kilometern Mulderadweg in Sachsen und Sachsen-Anhalt können Radwanderer kulturhistorische Sehenswürdigkeiten entdecken und artenreiche Flora und Fauna erkunden. Los geht es an zwei verschiedenen Quellen: Der Fernradweg beginnt einerseits im Erzgebirge entlang der Freiberger Mulde sowie ab Schöneck im Vogtland an der Zwickauer Mulde. In Sermuth vereinigen sich beide Flussläufe und münden bei Dessau-Roßlau schließlich als Vereinigte Mulde in die Elbe. Quelle: Leipzig Tourismus und Marketing GmbH

Von Nico Fliegner

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