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Eilenburg Museum erhält Bilderspende
Region Eilenburg Museum erhält Bilderspende
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10:59 14.04.2010

Sie stammen von Hugo Gugg, einem Kunstprofessor, der in Leipzig geboren wurden, dann in Leipzig, Saaleck und später in Weimar wirkte, wo er 1956 starb. Doch wie kommen seine Werke nach Eilenburg? Das Stadtmuseum wurde testamentarisch von Ilse Barbey bedacht. Deren Vater wiederum war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Arzt in der Muldestadt. Das ist von Museums-Chef Andreas Flegel zu erfahren. „Anfang der 90er-Jahre bin ich mit ihr bekannt geworden. Ich konnte sie bei genealogischen Forschungen zu ihrer Familie unterstützen, ihr unter anderem mitteilen, wo die Grabstätte ihres Vaters auf dem Friedhof an der Bergkirche zu finden ist.“ Ilse Barbey, obwohl Medizinerin, sei selbst künstlerisch aktiv gewesen. Was sicher auch am Einfluss ihres Mannes, Dr. Alfred Krauskopf, lag. Der war wiederum bei Gugg Meisterschüler. Auf diese Weise schließt sich der Kreis Richtung Eilenburg. Das Ehepaar Barbey-Krauskopf hat eine beachtliche Kunstsammlung angelegt. Und ein Teil davon ist nun nach Eilenburg gekommen. Die zehn Bilder überbrachte die Eilenburgerin Inez Laaser dem Museum. Denn sie hatte den Nachlass am Bodensee mit aufgelöst. Es bestanden verwandtschaftliche Beziehungen zu den Spendern. „Es ist ein beachtlicher Kunstschatz, den die Stadt Eilenburg damit erhält“, schätzt Andreas Flegel ein. Allgäuer Berge, Baumstudien, Kastellmauern – die Bilder könnten auf den Studienreisen des Künstlers nach Italien entstanden sein. Ein Teil davon kann nun zur Museumsnacht am 15. Mai ab 20 Uhr bewundert werden, nachdem die Ausstellung zum 160. Jahrestag der Konsum-Gründung eröffnet ist. Die Werke des Leipzigers sind damit schon eine Ausnahme unter den Spenden, die das Museum erreichen. Meist kommen Gegenstände und Dokumente mit engerem regionalen Bezug im Roten Hirsch an. „Ebenfalls erst vor wenigen Tagen brachte mir eine Dame aus Osternienburg eine Ansicht des Eilenburger Burgberges“, berichtet Flegel. Ein Anziehungspunkt unterm Dachgeschoss ist aber seit einigen Jahren auch die Ausstellung der Puppen und Puppenhäusern geworden, die das Museum von einer Schweizer Sammlerin erhielt.

Heike Liesaus

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