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Eilenburg Museumsverein bringt erstmals Buch über die Eilenburger Bergkeller heraus
Region Eilenburg Museumsverein bringt erstmals Buch über die Eilenburger Bergkeller heraus
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15:38 23.02.2018
Unterwegs in der Eilenburger Unterwelt. Quelle: Alexander Bley
Eilenburg

Am Freitag erscheint die erste umfassende Publikation über die Eilenburger Bergkeller, an der Hans Mahnhardt und der bereits verstorbene Wolfgang Stein vom Geschichts- und Museumsverein über viel Jahre lang gearbeitet haben. Museumsdirektor Andreas Flegel würdigt das Werk: „Die Autoren haben alle historischen Informationen zusammengetragen und um eigene Forschungsergebnisse ergänzt. Es ist die erste Publikation überhaupt, die sich diesem Thema widmet.“

Ab Freitag ist das neue Buch erhältlich. Quelle: privat

Die Eilenburger Bergkeller sind das größte in Lockergestein vorgetriebene Stollensystem in Sachsen. Diese bedeutende Bauleistung steht gleichrangig neben den Geraer Höhlern, den Tiefkellern in Zeitz, Altenburg, Crimmitschau oder Glauchau. Was bisher fehlte, war eine Zusammenfassung aller Kenntnisse und Daten über dieses beeindruckende Bauwerk. „In den offiziellen Archiven sind die Quellen dürftig. Bisherige Veröffentlichungen basieren auf den wenigen Angaben früherer Chronisten“, so Hans Mahnhardt.

Mit mehreren Kilometern Länge und mehr als 15 000 Kubikmeter umbautem Raum auf zirka drei Hektar Fläche repräsentieren die heute bekannten Bergkeller eine bedeutende Bauleistung des späteren Mittelalters und am Beginn der Neuzeit. Über Entstehung und Bestimmung der Keller existieren bei Behörden, im Schrifttum und Volksmund nur wenige, meist unbewiesene Vorstellungen. Hans Mahnhardt: „Es ist an der Zeit, das derzeit verfügbare Wissen zu dokumentieren, mit Mythen und Annahmen Schluss und die gewonnenen Erkenntnisse zugänglich zu machen.“ Die Autoren des Eilenburger Geschichts- und Museumsvereins wollen mit vorliegender Schrift dieser Notwendigkeit nachkommen.

Das Buch „Die Bergkeller zu Eilenburg – Geheime Unterwelten in Nordsachsen“ wurde im Verlag für die Heimat von Stephanie und Andreas Bechert hergestellt und ist ab Freitag zum Preis von 11,50 Euro im Eilenburger Museumsshop erhältlich. Die 104 Seiten umfassende Publikation ist durchgängig farbig illustriert – die meisten der eindrucksvollen und noch nie veröffentlichten Fotos stammen von Sven Lehmann. Die Gesamtauflage ist limitiert.

Von LVZ

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