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Eilenburg Mutter kämpft für Schulwechsel
Region Eilenburg Mutter kämpft für Schulwechsel
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09:42 09.01.2012
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. Mit dem Wechsel von der Delitzscher Grundschule am Rosenweg an den Rand der Muldestadt kommt ihr verhaltensauffälliger, neunjähriger Sohn offenbar nicht zurecht.

Hans-Otto Schlotmann, der Leiter der Einrichtung, bedauert, dass sich die Fronten zu der jungen Mutter so verhärtet haben. Er setzte dieser Tage auf weitere klärende Gespräche und ist sich mit Dajana Kirste in einem einig: Für die Zukunft des Kindes muss es vernünftige Entscheidungen geben.

„Ich wünschte, ich wäre tot." Das ist eine der erschütternden Aussagen, die Dajana Kirste von ihrem Sohn, wie sie bestätigt, vor dem Schulwechsel so noch nicht gehört hat. Er sei einerseits schweigsam geworden, in sich gekehrt, zeige nach dem Besuch der Schule und Tagesgruppe aber auch deutlich aggressiveres Verhalten sowie körperliche und seelische Verletzungen. Die Schulnoten hätten sich verschlechtert. Das Kind habe Schlafstörungen, würde weinen, wenn es morgens in Schule und Tagesgruppe soll, zeige zunehmend Krankheitsbilder wie Übelkeit, Erbrechen, erhöhte Temperatur.

Nur im „sofortigen Wechsel der Schule", und zwar an den Delitzscher Rosenweg, wo das Kind bis zur 3. Klasse schon einmal war, sieht die junge Mutter einen Ausweg aus ihrer Misere.

In dieser Auffassung zur Zukunft ihres Kindes, das mit ADHS-Symptomen (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) eine besondere Betreuung benötigt, sieht sie sich von der Psychologin bestätigt, die regelmäßig, so ist es im Kirste-Protokoll auf Anraten der Fachfrau fixiert, ins Betreuungs- und Beratungskonzept eingebunden ist. Mit der bereits üblichen Medikamentierung sei er den Aufgaben, die die allgemeinbildende Integrationsschule bietet, durchaus gewachsen.

Dajana Kirste befürchtet, dass ihre Kritik an einigen Betreuern und Lehrern der Caritas-Einrichtung „vertuscht werden und eine Einweisung (ihres Kindes) in eine geschlossene Psychiatrie erfolgen soll, damit er unglaubwürdig erscheint". Dabei stärkt ihr Lebensgefährte Thomas Wittig den Rücken, der gesehen habe, als er den Jungen abholte, „wie ein Mitarbeiter einen Jungen anbrüllte, ihn mit der flachen Hand ins Gesicht packte und den Kopf nach hinten drückte". Und erst von dem Jungen abließ, als er bemerkte, dass er dabei beobachtet wurde. Eine Lehrerin, die die Übergriffe mitbekam, hätte erst eingegriffen, als sie den Zeugen sah.

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Karin Rieck

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