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Eilenburg Nach 17 Jahren München ist jetzt Eilenburg das neue Zuhause von Pascal und seinen Eltern
Region Eilenburg Nach 17 Jahren München ist jetzt Eilenburg das neue Zuhause von Pascal und seinen Eltern
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00:17 12.09.2017
Pascal „hilft“ seinen Eltern Tina Uhlig und Mathias Wever-Eschenbach beim Renovieren der Wohnung, in die sie möglichst bald einziehen wollen. Quelle: Foto: Wolfgang Sens
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Eilenburg

Eilenburg hat wieder mehr Einwohner. Dazu gehören jetzt auch Tina Uhlig, ihr Freund Mathias Wever-Eschenbach und der gemeinsame Sohn Pascal. „Hier ist es kinderfreundlicher, Anwohner fühlen sich nicht sofort von Kinderstimmen genervt. Außerdem ist die Innenstadt sauber. Und man kann sich hier sicher fühlen.“

Tina Uhlig kann so einige Wohlfühlfaktoren ihrer neuen Heimat aufzählen. Für den 42-jährigen Vater ist es sogar eine Rückkehr. Er ist in der Klinik der Muldestadt geboren. Das Haus, in dem sie derzeit eine Wohnung ausbauen, gehört seinen Eltern. Und im Haus der Tante konnte gleich in der Nähe ein Zwischenquartier bezogen werden. So lässt sich beim Wohnungsausbau selbst Hand anlegen, lassen sich die Wege, die bei solch einem Umzug anfallen, leichter erledigen.

Der Platz im Kindergarten indessen war schnell gefunden. Pascal besucht seit dieser Woche die Schwalbennest-Kita des Deutschen Roten Kreuzes. „Das Konzept und die Einrichtung haben uns auch am besten gefallen“, freut sich das Paar. Vorteil für Eilenburg: „Hier gibt es viel weniger Schließtage als in unserer alten Kita.“

20 Jahre in München

Die geborene Leipzigerin hat den größten Teil ihres Lebens, also rund 20 Jahre, in München verbracht. Sie war gerade 17, als sie nach Bayern umzog, um das Konditorei-Handwerk zu erlernen. Der Meister hatte sie nach der Ausbildung übernommen und behalten. Doch seit drei Jahren ist das Geschäft aus gesundheitlichen Gründen geschlossen. Und inzwischen ist auch Pascal da, der mittlerweile dreieinhalb Jahre zählt. Das Paar hat sich in München kennengelernt. Mathias Wever-Eschenbach hatte dort 17 Jahre gelebt.

Familie gibt Halt

Irgendwann, nach vielem Überlegen, fiel der Entschluss, nach Eilenburg zu kommen. Vor allem, weil es im Familienumfeld möglich ist, selbst Unterstützung zu geben und sie auch gerade für die Kinderbetreuung zu bekommen. Die Familie der Neu-Eilenburgerin wohnt ebenfalls, nicht zu weit entfernt, in Leipzig-Grünau. „Da sind wir mit der S-Bahn schnell dort“, erklärt das Paar. „Zurzeit bewerbe ich mich als Verkäuferin für Backwaren“, erzählt sie. Eine Stelle als Konditorin auszufüllen, sei mit Kind doch etwas schwierig. Dabei mag sie das Handwerk. „Am liebsten habe ich Hochzeitstorten gemacht. Das ist nichts alltägliches. Da kann man kreativ werden.“ Mathias Wever-Eschenbach ist Heizungs- und Sanitärinstallateur. Die Zeitarbeitsfirma, bei der er beschäftigt ist, unterhält sogar glücklicherweise eine Filiale in Leipzig, zu der er sich nun versetzen lässt.

Tierpark ist Pflicht

Was fehlt nun am meisten? „Das sind die Freunde, mit denen man Freud und Leid geteilt hat“, stellt sie fest. „Zum Glück lässt sich der Kontakt heute auch mit den elektronischen Medien halten. Und sie können uns natürlich hier besuchen“, räumt er ein. „Aber auch die Aussicht auf die Berge wird fehlen. Und vielleicht noch die typischen Biergärten, in die man auch mal selbst die Brotzeit mitbringen konnte“, überlegen die beiden.

Aber den Tipp, mal einen abendlichen Abstecher in eines der Eilenburger Gartenlokale zu machen, finden sie schon mal gut. Denn mit den Eltern in der Nähe wird es nun leichter, auch mal fortzugehen. „Und demnächst habe ich Klassentreffen. Da lässt sich vielleicht auch einiges an Kontakten auffrischen“, hat sich Tina Uhlig schon vorgenommen.

„Noch fühle ich mich wie im Urlaub, denn dazu waren wir in den vergangenen Jahren ab und an mal hier.“ Von daher haben sie das Freibad an der Kiesgrube noch in guter Erinnerung. „Vor allem der Tierpark ist Pflicht“, erzählt die 37-Jährige. „Und wenn wir jetzt hier sind, kaufen wir uns dafür auch eine Jahreskarte. Außerdem mögen wir den großen Spielplatz im Park, und auch den kleineren am Nordring. Die sind hier super gepflegt.“

Von Heike Liesaus

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